Stadtsportverband Xanten befragt Bürgermeister-Kandidaten
Eine Podiumsdiskussion stellte den Sport in den Mittelpunkt
XANTEN. In der Mensa des Xantener Stiftsgymnasiums fand am vergangenen Donnerstag eine gut besuchte und hochinteressante Podiumsdiskussion zur bevorstehenden Kommunalwahl 2025 statt. Über 100 Gäste aus Sport, Gesellschaft und Sportvereinsvertretern nutzten die Gelegenheit, sich über die wichtigsten Themen rund um die Zukunft des Sports in Xanten zu informieren und mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Stadtsportverbands Xanten, Herrn Theo Neu, stellte dieser sein Vorstandsteam vor und dankte allen für die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Neu betonte die Bedeutung des Stadtsportverbands als Bindeglied zwischen den Sportvereinen und der Stadtverwaltung, insbesondere im Hinblick auf die anstehende Kommunalwahl am 14. September. „Wir werden heute Abend gespannt den Wortmeldungen der Kandidaten folgen, denn einer von ihnen wird es ja sicher werden und damit hier und jetzt darüber sprechen, wie die Zukunft in Xanten aussehen wird!“ sagte Neu.
Sportstätten in Xanten
Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung war die aktuelle Situation der Sportstätten in der Stadt. Es wurde deutlich, dass in Xanten immer noch mindestens drei Hallenkapazitäten fehlen, was vor allem den Schulsport erheblich beeinträchtigt. Schüler des Stiftsgymnasiums, die ihr Sportabitur absolvieren möchten, müssen nach Sonsbeck ausweichen, da die vorhandenen Leichtathletik-Anlagen im Fürstenbergstadion aus den 1960er Jahren kaum noch zeitgemäß sind. Die Problematik sei seit Jahren bekannt, doch die Umsetzung entsprechender Maßnahmen sei immer wieder verschoben worden. Die sogenannte „Prioritätenliste“ des Dienstleistungsbetriebes Xanten (DBX) führe den Bau neuer Sportanlagen derzeit nur auf den hinteren Plätzen, was die Dringlichkeit der Situation unterstreiche.
Der Vorstand des Stadtsportverbands forderte die Kandidaten auf, klare Positionen zu den Themen Sportstätten, Investitionen und die zukünftige Unterstützung des Sports in Xanten zu beziehen. Die Kandidaten hatten im Vorfeld die Möglichkeit, sich auf die Fragen vorzubereiten und innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens Stellung zu beziehen.
Moderation und Fragen
Die Moderation der Veranstaltung übernahm Werner Borchers, ein erfahrener, politisch neutraler Sportler, bekannt als aktiver Fußballspieler, langjähriger Vereinsvorsitzender und Vereinsberater in Xanten. Nach den vorbereiteten Fragen des Stadtsportverbands konnten die Gäste eigene Fragen einreichen, von denen fünf ausgewählt wurden. Diese Fragen bezogen sich ausschließlich auf sportbezogene Themen und dem Ehrenamt, um eine klare und fokussierte Diskussion zu gewährleisten.
Ergebnis und Ausblick
Der Abend endete um 21.30 Uhr mit einem Schlusswort des Vorsitzenden des Stadtsportverbands, Theo Neu. Er fragte das Publikum, was es aus der Veranstaltung mitnehme, und zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Resonanz. Die Bürgermeisterkandidaten signalisierten eine enge Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband und eine Fortführung der 2021 geschlossenen Vereinbarung „Pakt mit dem Sport vor Ort“ weiter zu führen. In diesem Jahr fanden sich die Politikspitzen des Stadtrates, die Stadt Xanten und der Stadtsportverband Xanten bereits zweimal zu einem Gespräch am „Runden Tisch Sport“ zusammen um über gemeinsame Lösungen der Problematiken im Sportbereich zu beraten.
Neu zeigte sich nach der Veranstaltung jedoch kritisch: „Viele Vereine sind nach den Statements der Kandidaten nicht zuversichtlich, dass sich in der Sportinfrastruktur wirklich etwas bewegt. Das liegt auch an der aktuellen Finanzlage. Wir brauchen konkrete Planungen und Konzepte, um im Falle einer Zuschussförderung nicht mit leeren Händen dazustehen. Die Priorisierung des DBX muss jetzt angepasst werden um den Bau der notwendigen Sportanlagen in Xanten zeitnah voranzutreiben. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!“
Die Veranstaltung in der Mensa der Stiftsgymnasiums war gut besucht. Foto: Stadtsportverband Xanten