St. Johannes-Bruderschaft Straelen stellt Weichen für die Zukunft
Neue Vorstandsmitglieder und Satzungsänderung zur Öffnung für alle Geschlechter beschlossen
STRAELEN. Auf ihrer vergangenen Jahreshauptversammlung im Dezember 2025 hat die St. Johannes-Bruderschaft Straelen entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. Neben der Wahl einer neuen Vorstandsriege beschloss die Versammlung eine grundlegende Satzungsänderung, die nun im Rahmen einer feierlichen Steinüberarbeitung im Juni 2026 am traditionellen Bruderschaftsstein besiegelt wurde.
Nach langjährigem und unermüdlichem Einsatz schied der bisherige Präsident Kevin Peter im Dezember 2025 aus seinem Amt aus. Die Versammlung sprach dem gesamten scheidenden Vorstand großen Dank und Anerkennung für das geleistete Engagement in den letzten neun Jahren aus. An der Spitze der St. Johannes Bruderschaft Straelen steht künftig Tim Fehmer als neuer Präsident, der das Amt von Kevin Peter übernimmt. Ihm zur Seite steht Markus Tophoven als stellvertretender Präsident. Die Vorstandsgeschäfte übernehmen Lukas Petzolt als Schriftführer mit Carlos Brimmers als Stellvertreter sowie Andreas Wiegmann als Kassierer, der von Nico Sieben unterstützt wird.
Für das Schießwesen ist Schießmeister Michael Kremer gemeinsam mit seinem Stellvertreter Cedric Daamen verantwortlich, während Niklas Opschroef das Amt des Fähnrichs ausübt. Komplettiert wird das Gremium durch die Beisitzer Jannis Delbeck, Jens Groetelaers, Franz Helders und Hendrik Wahn.
Ein zentraler Meilenstein der Versammlung war die Verabschiedung einer modernisierten Satzung. Mit diesem Beschluss vollzieht die Bruderschaft einen historischen Schritt: Der Begriff „Jungmänner“ wurde offiziell durch „Personen“ ersetzt, womit sich die St. Johannes Bruderschaft künftig auch für Mitglieder anderen Geschlechts öffnet.
In seiner Ansprache am Tag der Steinerneuerung betonte Präsident Tim Fehmer die Bedeutung dieses Schrittes. Tradition bedeute keineswegs Stillstand, sondern lebe davon, Menschen einzubeziehen und die Gemeinschaft weiterzuentwickeln. Die Mitglieder und Gäste versammelten sich an der Kreuzrinne zur feierlichen Wiedereinsetzung des Bruderschaftssteins (auch bekannt als Junggesellenstein). Der Stein, dessen Ursprünge am Standort Jahrhunderte zurückreichen und der in seiner heutigen Form aus dem Jahr 1928 stammt, wurde um die neue Jahreszahl „2025“ ergänzt.
Unter dem Stein wurden wie bei früheren Überarbeitungen in den Jahren 1928, 1977 und 2008 historische Dokumente und die neue Satzung in einer Zeitkapsel hinterlegt – verfeinert mit der traditionellen Beigabe von Flaschen Stuffkamp und Korn für nachfolgende Generationen. Ein besonderer Dank der Bruderschaft galt Steinmetz Thomas Boos für die kostenfreie Neugravur, dem Verein Liebenswertes Straelen sowie der Volksbank an der Niers für die finanzielle Unterstützung und Torsten Pokolm für die fachgerechten Pflasterarbeiten.