Sonntagsführung im Römermuseum: Der Untergang des römischen Xanten
Beginn ist am Sonntag, 7. September, um 11 Uhr
XANTEN. Um ein düsteres Kapitel der Xantener Stadtgeschichte geht es in der Sonntagsführung im Römermuseum am kommenden Sonntag, 7. September. Von ihrer Gründung um 100 nach Christus bis in das 3. Jahrhundert war die Colonia Ulpia Traiana eine blühende Stadt, doch kaum hundert Jahre später existiert sie nicht mehr. Was war geschehen? Im Verlauf des 3. Jahrhunderts machten den Römern zunehmend Überfälle der Germanen zu schaffen, die immer wieder tief in die römische Provinz eindrangen. Zwar gibt es keine Belege für eine gewaltsame Zerstörung der Stadt, aber etliche archäologische Hinweise auf Angst und Schrecken, denen die Bürger in diesen unruhigen Zeiten ausgesetzt waren. Das zeigen etwa Schatzfunde, die damals überstürzt in der Erde vergraben und nicht mehr geborgen wurden. Wahrscheinlich flohen viele Bewohner aus der Stadt nach Gallien, weil ihnen die Lage am Rhein zu unsicher war. Ende des 3. Jahrhunderts gab man dann große Teile der Colonia auf, die Stadtmauer wurde geschleift. Im Zentrum der alten Stadt entstand eine stark befestigte Anlage, die vermutlich Tricensimae hieß. Die Besucher erfahren in der Führung von Prof. Dr. Christoph Eger anhand ausgewählter Funde, wie sich noch einmal städtisches und militärisches Leben entfaltete, bis auch diese Großfestung spätestens Anfang des 5. Jahrhunderts aufgegeben wurde.
Beginn am kommenden Sonntag, 7. September, ist um 11 Uhr, es fällt nur der reguläre Eintritt an. Foto: Axel Thünker DGPh