"Ausstellungseröffnung im Treppenhaus am 6. September, 11 Uhr, Foto von Rüdiger Dehnen"
4. September 2026 · Heiner Frost · Kleve

Schnitte & Stiche

Wilfried Porwol stellt im Treppenhaus Brokamp-Büker aus

KLEVE. Wilfried Porwol ist – wie soll man sagen? – ein Botschafter. Kaum eines seiner Werke ist ohne einen Standpunkt denkbar: Da ist Porwols Standpunkt, aber da muss auch der Standpunkt derer sein, die Porwols Kunst anschauen – eine Kunst, die ohne (Nach)Denken kaum möglich und meist auch nicht dechiffrierbar ist.

Unter dem Titel „Schnitte & Stiche“ sind vom 6. September bis zum 15. Oktober druckgrafische Arbeiten aus vier Jahrzehnten im Treppenhaus Brokamp-Büker, Spyckstraße 29, in Kleve zu sehen. „Schnitte & Stiche“ – das scheint in diesem Fall weit mehr als die Aufzählung zweier Techniken. Es ist die präzise Erfassung der Kunst eines Menschen, dessen Werk auf mehr abzielt als die Erbauung am Schönen. Da kratzt einer nicht selten am kollektiven Gewissen und am verwundeten Zeitgeist. Da gibt einer keine Ruhe und fasst, was ihn bewegt, in Bilder, die damit zur Botschaft werden. Porwol über Porwol: „Insbesondere als Pazifist beziehe ich radikal Stellung und bin bestrebt, Missstände bildlich auf den Punkt zu bringen.“

Die Ausstellung im Treppenhaus wird am Sonntag, 6. September, um 11 Uhr eröffnet. Es spricht Werner Steinecke. Im musikalischen Teil werden Antikriegslieder und französische Chansons zu hören sein.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober donnerstags zwischen 14.30 und 18 Uhr oder nach Vereinbarung (brokampkleve@aol.com) zu sehen.

Die Ausstellung im Treppenhaus wird am Sonntag, 6. September, um 11 Uhr eröffnet. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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