Schlaflabor ist erneut zertifiziert
Abteilung am Emmericher St.-Willibrord-Spital hat die DGSM-Qualitätsprüfung bestanden
Das Schlaflabor des St.-Willibrord-Spitals zählt seit 1999 zu den akkreditierten Schlaflaboren in Deutschland und nimmt regelmäßig an der Qualitätssicherung teil. Jährlich werden bis zu 1.500 Patienten untersucht und behandelt. Neben der normalen Maskentherapie bei der obstruktiven Schlafapnoe können auch alternative Therapieoptionen wie Unterkiefer-Protrusionsschienen und Zungenschrittmacher angeboten werden. Die Unterkiefer-Protrusionsschiene wird vom Hauszahnarzt angefertigt, das Schlaflabor kann in Kooperation mit Zahnärzten des Kreises Kleve und Wesel ggf. entsprechende Spezialisten benennen. Die Diagnostik und Einstellung eines Zungenschrittmachers können ebenfalls im St.-Willibrord-Spital erfolgen. Zum weiteren Spektrum gehört die Einleitung einer Beatmungstherapie bei schwergradigen Lungenerkrankungen wie COPD sowie bei neurologischen und muskuloskelettalen Erkrankungen.
In der Regel verbringt ein Patient zwei Nächte in der Abteilung. In der ersten werden Verlauf und Qualität des Schlafes aufgezeichnet. Damit verbunden sind EKG sowie Messung der Hirnströme (EEG) und der Muskelanspannung in den Beinen. Deshalb ist das Schlaflabor auch für Patienten geeignet, die unter dem Symptom der unruhigen Beine („restless legs“) leiden. Die zweite Nacht verbringt der Patient mit einer individuell angepassten Gesichtsmaske.
Im Schlaflabor werden auch Menschen mit Einschlaf- und Durchschlafproblemen behandelt. Bei Schlafwandel oder Verhaltensstörungen aus dem Schlaf heraus hilft das Team ebenfalls. Die Patienten kommen vom gesamten Niederrhein und aus dem nahen Westfalen. Es besteht eine Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Emmerich, Rees und Bocholt.
Die Zertifizierung ist Ausdruck für die gute Arbeit des Teams am Emmericher Spital unter Leitung von Chefarzt Dr. Andreas Klimkiewicz. Die verantwortliche Oberärztin Dr. Wiebke Dohrn betont: „Wir bieten unseren Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau an.“ Folgende Mitarbeiterinnen komplettieren das Team: Oberärztin Heleen Rietema, Sandra Bucksteeg, Jessica Kiewiet, Corinna Pirsch, Elke Renting, Uta Steyer, Silke Kremer, Katharina Fingerhut und Lara Treger. Die pflegerische Stationsleitung heißt Christin Reuter.