Schachkrimi in der Verbandsliga
Der Schachclub Kevelaer verteidigt seinen Platz in der Verbandsliga
KEVELAER. In der letzten Runde der Verbandsliga wurde es noch einmal sehr spannend. Während der Meister aus Düsseldorf-Wersten und ein Absteiger aus Duisburg-Meiderich bereits feststanden, mussten gleich vier Mannschaften zittern und gegen den Abstieg spielen. Die Ausgangslage für die 1. Mannschaft des Kevelaerer Schachclubs war dabei am schlechtesten.
Auf einem direkten Abstiegsplatz mit einem Punkt Rückstand zum rettenden Ufer musste auf jeden Fall ein Sieg her beim bereits feststehenden Tabellenschlusslicht aus Duisburg-Meiderich. Gleichzeitig musste man darauf hoffen, dass die Mannschaften aus Viersen und Düsseldorf, die zeitgleich spielten, nicht gewinnen.
Während die Kevelaerer Mannschaft in Bestbesetzung antreten konnte, musste Meiderich auf drei Stammspieler verzichten. So konnte Hans-Werner Vonk an Brett 5 gegen seinen Gegner bereits nach rund 30 Minuten eine Figur gewinnen und Kevelaer 1:0 in Führung bringen.
In einer ausgeglichenen Position einigte sich Herbert Dohmes nach rund zwei Stunden Spielzeit mit einem Gegner auf eine Remis. Wenig später musste David Tuinenburg an Brett 1 seine Partie aufgeben. Er hatte beim Angriff auf den gegnerischen König eine Figur geopfert und dabei eine Verteidigungsmöglichkeit des Gegners übersehen.
Die erneute Führung für Kevelaer konnte Michael Maubach an Brett 6 erzielen. Er konnte im Mittel spiel einen Bauern gewinnen und mit einem Figurentausch in ein gewonnenes Endspiel abwickeln. Als dann Vladyslava Boichuk an Brett 8 eine Figur gewinnen konnte, um wenig später die Gegnerin mattsetzen zu können, stand es zwischenzeitlich 3,5:1,5 für Kevelaer. Somit fehlte nur noch ein Punkt aus den restlichen drei Partien.
An Brett 7 spielte Eberhard Horlemann eine ausgeglichene Partie. Als er ein Turmtauschangebot seines Gegners jedoch ablehnte, bekam dieser im weiteren Spielverlauf einen Vorteil und konnte zunächst Bauern und wenig später auch die Partie gewinnen. Somit musste die Entscheidung in den letzten beiden Partien fallen.
Dort konnte Richard Valenta an Brett 3 nach dem Tausch der Damen und Türme keinen Vorteil erreichen. Als sich in der ausgeglichenen Position bereits ein Remis andeutete, übersah er ein Schachgebot seines Gegners und verlor in der Folge einen Bauern. Mit diesem Vorteil konnte der Gegner einen weiteren Figurentausch erreichen und in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln.
Den entscheidenden Punkt holte Peter Drißen an Brett 4. Er konnte nach einem Damentausch im Mittelspiel mit seinen Türmen wichtige Linien kontrollieren und darüber den gegnerischen König bedrohen. Am Ende konnte der gegnerische König die verschiedenen Mattdrohungen nicht mehr abwehren und wurde mit einer schönen Mattkombination nach einem Turmopfer mattgesetzt. Ein mühevoll erkämpfter 4,5:3,5 Sieg, bei dem man starke Nerven haben musste.
Jetzt begann das Warten auf die Ergebnisse der anderen Mannschaften. Als am Ende sowohl Düsseldorf wie auch Viersen ihre Spiele nicht gewinnen konnten, war die Erleichterung groß. Der Schachclub Kevelaer kann sich auf ein weiteres Jahr in der Verbandsliga freuen.
Weitere aktuelle Informationen gibt es unter www.schachclub-kevelaer.de.