Regelmäßiges Messen hilft bei der Früherkennung
Apotheker weisen auf Gefahr durch unentdeckte, hohe Blutdruckwerte hin
„Bei Patienten, die ihren Blutdruck gar nicht, nur sehr selten oder unter nicht optimalen Bedingungen kontrollieren, ist es wichtig, frühzeitig zu erkennen, ob die durch den Arzt vorgegebene Therapie wirkt oder angepasst werden muss. So lassen sich bluthochdruckbedingte Risiken und Schäden wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz vermeiden“, erklärt Ulrich Schlotmann, Pressesprecher der Apotheken im Kreis Kleve.
„Es ist wichtig, dass wir in Zukunft noch mehr Personen erreichen, die von Bluthochdruck betroffen sind“, so Schlotmann. Vielen Menschen, die regelmäßig Blutdruckmittel einnehmen müssen, falle es immer noch schwer, ihre Medikamente konsequent und regelmäßig einzunehmen. „Häufig stellen wir auch bei Patienten, die schon sehr lange Medikamente gegen Bluthochdruck nehmen, deutlich erhöhte Werte fest“, erläutert Apotheker Schlotmann. Ziel der Apotheken im Kreis Kleve ist, alle Betroffenen darauf aufmerksam zu machen, dass Früherkennung durch regelmäßiges Blutdruckmessen von zentraler Bedeutung für die Gesundheit ist.
„Alle Patienten mit diagnostizierter Hypertonie, also mit Bluthochdruck, haben die Möglichkeit, den Erfolg ihres medikamentös eingestellten Blutdrucks in einer Vor-Ort-Apotheke einmal alle zwölf Monate kostenlos kontrollieren zu lassen“, erklärt Schlotmann. Zusätzlich sei eine Kontrolle ratsam, ab zwei Wochen nachdem sich die verordneten Medikamente oder deren Dosierungen geändert haben.
In der Apotheke werden nach einer fünfminütigen Ruhepause drei standarisierte Blutdruckmessungen im zeitlichen Abstand von ca. zwei Minuten durchgeführt. Aus dem Mittelwert der zweiten und dritten Blutdruckmessung werden die individuellen Empfehlungen für den jeweiligen Patienten abgeleitet. Sind die Werte unauffällig, werden regelmäßige Selbstkontrollen empfohlen. Sind die Blutdruckwerte auffällig erhöht – die jeweiligen Werte hängen vom Alter ab – wird der Patient an seinen Hausarzt verwiesen. Neben den Messungen werden weitere Daten erfasst, zum Beispiel Risikofaktoren oder Begleiterkrankungen. „Die Blutdruckmessung und die anschließende persönliche Beratung dauern ungefähr eine Viertelstunde“, erläutert Apotheker Schlotmann.
Die Kosten für die Inanspruchnahme der pharmazeutischen Dienstleistung „Standardisierte Risikoerfassung hoher Blutdruck“ trägt die Krankenkasse bzw. die private Krankenversicherung.