Rees: Weitere mögliche Wege zur digitalen Verwaltung
HSRW-Studierende entwickeln Vorschläge in gemeinsamem Praxisprojekt
REES. Wie die digitale Verwaltungsarbeit von morgen aussehen kann, haben Studierende der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) im Rathaus der Stadt Rees gezeigt. Im Rahmen eines Praxisprojekts stellten Jana Balters-Garcia, Dominik Jurtaew und Pascal von Rotz stellvertretend für insgesamt 15 Studierende ihre Ergebnisse zum Thema „Implementierung eines strategischen Prozessmanagements in der Stadtverwaltung Rees“ vor.
Ziel des Projekts war die wissenschaftliche Analyse softwaregestützter Verwaltungsprozesse, die Mitarbeitende künftig bei der Automatisierung von Abläufen unterstützen sollen. Durch optimierte und digitalisierte Prozesse sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und das Personal im Verwaltungsalltag entlastet werden. An dem Projekt beteiligt waren Studierende der Bachelorstudiengänge „Verwaltungsinformatik – E-Government“ sowie „Psychologie – Arbeits- und Organisationspsychologie“.
Ergebnis der interdisziplinären Zusammenarbeit sind ein umfassender schriftlicher Praxisbericht sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Stadtverwaltung. Für ihre Analyse nutzten die Studierenden verschiedene wissenschaftliche Methoden. Dazu gehörten eine Umfeldanalyse niederrheinischer Kommunen, Workshops mit Mitarbeitenden der Stadt Rees zur Modellierung zentraler Verwaltungsprozesse sowie die Auswertung aktueller Fachliteratur.
Die Zusammenarbeit ist Teil einer bereits seit knapp zwei Jahren bestehenden Kooperation zwischen der Hochschule Rhein-Waal und der Stadt Rees. Die besteht aus einem regelmäßigen Austausch zu den Themen Fachkräftesicherung für Reeser Unternehmen, Wirtschaftsförderung, Aktionen, Messen und weiteren Schnittpunkten.
Netzkwerk und Kontakte zwischen Stadt Rees und Hochschule
Entstanden ist das Praxisprojekt aus diesem bestehenden Netzwerk sowie durch den Kontakt zu Prof. Dr. Matthias Reintjes, der die Studierenden wissenschaftlich begleitete. Im Mittelpunkt stand dabei der Mehrwert einer engen Verzahnung von wissenschaftlicher Expertise und kommunaler Praxis. Die Hochschule Rhein-Waal bietet im Rahmen ihrer Studiengänge regelmäßig interdisziplinäre Praxisprojekte mit externen Partnern an. Die Stadt Rees hatte sich gezielt für ein solches Projekt beworben. Bürgermeister Sebastian Hense begrüßte die Ergebnisse: „In den Ansätzen des Projekts sehe ich Chancen für die Weiterentwicklung des Prozessmanagements in unserer Verwaltung, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Wissensmanagement.“
Die Stadt Rees arbeitet bereits erfolgreich an der Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen. So können Bürger über die städtische Homepage gezielt zu zuständigen Fachbereichen und Anliegen geführt werden. Auch Leistungen wie die Wohnsitzan- und -ummeldung sowie Anträge wie Hundeanmeldungen und Veranstaltungsanzeigen sind inzwischen digital möglich. „Die Projektarbeit liefert wertvolle Impulse. Ihre Umsetzung hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie finanziellen und personellen Ressourcen ab“, betonte Bürgermeister Hense. Zum Abschluss dankte er den Studierenden für ihre fundierte Analyse, deren Ergebnisse in die zukünftigen Planungen der Stadtverwaltung einfließen sollen.
Studierende der Hochschule Rhein-Waal präsentierten der Stadtverwaltung Rees ihre Ergebnisse zum Praxisprojekt: (v. li.) Bürgermeister Sebastian Hense, Pascal von Rotz, Dominik Jurtaew, Jana Balters-Garcia, Prof. Dr. Matthias Reintjes (alle HSRW) und Fabian Gertsen (Stadt Rees). Foto: Stadt Rees