Rees: „Schockanrufer“ betrügen eine Seniorin
Frau übergibt fünfstelligen Geldbetrag – Polizei sucht Zeugen
REES. Eine Seniorin ist am Dienstag, 3. März, an der Gartenstraße in Rees das Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sie mittels eines „Schockanrufes“ dazu gebracht haben, ihnen Geld auszuhändigen.
Die Frau erhielt nach Angaben der Polizei gegen 15 Uhr einen Anruf eines Mannes in akzentfreiem Deutsch. Dieser teilte ihr mit, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch zu Tode gekommen sei. Um zu verhindern, dass ihre Tochter ins Gefängnis müsse, sollte die Frau Geld bezahlen. Während der ganzen Zeit sollte die Frau am Telefon bleiben. Sie wurde durch das Gespräch so unter Druck gesetzt, dass sie keine klaren Gedanken fassen konnte und letztendlich einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag an einen jungen Mann übergab, der zu ihr nach Hause kam.
Der Mann wird wie folgt beschrieben: 18 bis 25 Jahre alt, schlank, etwa 1,75 bis 1,85 Meter groß. Das Geld wurde in einer grünen Sporttasche übergeben. Die Kriminalpolizei in Kalkar ermittelt jetzt in diesem Betrug und sucht Zeugen, die im Bereich der Gartenstraße verdächtige Feststellungen gemacht haben. Dabei geht es vor allem um den jungen Mann, der mit einer grünen Sporttasche den Bereich verlassen hat. Hinweise unter Telefon 02824/880.
Die Polizei weißt in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass niemals von Seiten der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder einem Gericht am Telefon Geld für die Abwendung einer Untersuchungshaft gefordert wird. „Sollten Sie so einen Anruf erhalten, legen Sie auf und rufen bei Ihrer Polizeidienststelle an“, rät die Polizei. „Wenn Sie Angehörige im Seniorenalter haben, sprechen Sie mit diesen über die Maschen der Telefonbetrüger.“