Psychische Erkrankungen zuhause therapieren
Neues therapeutisches Angebot für Patienten der LVR-Klinik
Wie sieht eine Behandlung außerhalb der Klinik in der praktischen Umsetzung aus? Täglich stehen das behandelnde Team und der psychisch erkrankte Mensch in Kontakt, mindestens ein persönliches Gespräch am Tag – auch am Wochenende – wird durchgeführt.
Neben Ärzten und Pflegekräften sind auch Ergo- und Physiotherapeuten, Musik-, Kunst- und Soziotherapeuten in die Behandlung eingebunden. Die Erreichbarkeit des Teams rund um die Uhr ist garantiert und sämtliche notwendige medizinische Untersuchungen sowie die Bereitstellung von Medikamenten und Nutzung der Therapieangebote gehören dazu. Lediglich die „Hotelleistungen“, also die Verpflegung, sind bei der Behandlung außerhalb der Station nicht inbegriffen, „wir müssen sicherstellen, dass sich unsere Patienten (selbst) zuhause versorgen können und die Bereitschaft haben, ihren Alltag mit uns nach einem individuellen Plan zu strukturieren“, beschreibt Tönnesen-Schlack. Auch das Einverständnis der Angehörigen sowie Mitbewohner gehört dazu.
Zu den Voraussetzungen für eine derartige Behandlung zählen unter anderem das Vorliegen einer psychischen Erkrankung oder akuten Krise, die stationär behandlungsbedürftig ist und dass sich das eigene häusliche Umfeld dazu eignet, die Behandlung vor Ort über rund vier Wochen durchzuführen. Darüber hinaus muss der Wohnort im Kreis Kleve liegen, „den Fokus setzen wir auf den Südkreis, da die Betroffenen dort die längere Anreise zu unserer Klinik hätten und wir ihnen somit entgegenkommen können“, sagt Tönnesen-Schlack. Ein innovatives Behandlungsangebot für alle Betroffenen, die Hilfe benötigen und dabei aus therapeutischer Sicht zu Hause am besten behandelt werden können.
Kontakt unter Telefon 02821/ 813225 oder E-Mail KlinikBED.Fahnenkamp-StaeB@lvr.de.