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Maciej Mateusz Klawczynski (r.) organisiert die Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl am 30. August in Emmerich. Foto: privat
10. Juni 2025 Von NN-Online · Emmerich

Podiumsdiskussion in Emmerich zur Wahl: Kandidat der BGE sagt ab

Veranstaltung am 30. August im Kapaunenberg – Papendorf vermisst politische Neutralität

EMMERICH. „Neutral moderiert und bürgernah gestaltet“, so soll die Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl ablaufen, die Maciej Mateusz Klawczynski mit Akyel Events und den Freien Wählern am Samstag, 30. August, ab 17 Uhr (Einlass ab 16 Uhr) im Kapaunenberg in Emmerich veranstaltet.

Ziel der Veranstaltung ist es laut Klawczynski, allen Kandidaten eine gleichberechtigte Plattform zur Vorstellung ihrer Positionen zu bieten. „Mein Anliegen ist es, mit dieser Veranstaltung den demokratischen Dialog in Emmerich zu fördern und den Bürgerinnen und Bürgern eine informierte Wahlentscheidung zu ermöglichen“, erläutert Klawczynski, der zuletzt selbst als Bundestagskandidat für die Freien Wähler angetreten war.

Zunächst hatte er noch von „allen acht Bürgermeisterkandidaten“ gesprochen, die ihre Teilnahme zugesagt hätten. Inzwischen ist diese Zahl jedoch auf sieben geschrumpft: Christopher Papendorf, Vorsitzender und designierter Kandidat der Bürgergemeinschaft Emmerich (BGE), hat sich von Podiumsdiskussion zurückgezogen. „Ich habe mich, in enger Absprache mit unseren Mitgliedern und des Vorstandes dazu entschieden, nicht an der angekündigten Podiumsdiskussion am 30. August teilzunehmen, zu der ich unter der klaren Zusage eingeladen wurde, es handele sich um eine politisch neutrale und unabhängige Veranstaltung. Die Zusage von Herrn Klawczynski der politischen Neutralität wurde nicht eingehalten. Das Vertrauen verspielt“, teilt Papendorf mit.

Erst nachträglich sei bekannt geworden, dass die Veranstaltung in enger Zusammenarbeit mit den Freien Wählern organisiert wird – „einer Partei, die sich selbst im Kommunalwahlkampf positionieren will“, sagt Papendorf weiter. Die Behauptung der politischen Neutralität erweise sich damit als irreführend. Ein solches Vorgehen sei nicht nur intransparent, sondern untergrabe das Vertrauen des Veranstalters und die Ernsthaftigkeit der Diskussion. „Ich bin über diesen Umgang von Herrn Klawczynski enttäuscht – auch persönlich. Wer Kandidatinnen und Kandidaten unter falschen Voraussetzungen einlädt, verlässt den gemeinsamen Boden. Die BGE steht für offene, sachbezogene und konsequent demokratische Kommunalpolitik. Für echten Austausch mit den Menschen – nicht für symbolische Auftritte. Es geht um unsere Heimatstadt, nicht um politische Showveranstaltungen“, betont Papendorf weiter. Dass eine gut gedachte Idee durch mangelnde Transparenz und politische Einflussnahme entwertet werde, sei sehr bedauerlich.

Maciej Mateusz Klawczynski (r.) organisiert die Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl am 30. August in Emmerich. Foto: privat

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