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Die Sensoren sind an Laternenmasten befestigt. Foto: Stadt Kleve
9. Januar 2026 Von NN-Online · Kleve

Pilotprojekt: Sensoren unterstützen den Winterdienst

Mit dem Test sollen Daten und Erfahrungen gesammelt werden

KLEVE. Glätte, Schnee und winterliche Temperaturen halten kommunale Winterdienste in der Region derzeit in Atem. Um die Planung der Streu- und Räumfahrten in Kleve künftig noch besser auf die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort anpassen zu können, erproben die Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) und die Stadt Kleve aktuell erstmalig den Einsatz eines neuen Sensorsystems. Mit dem Test sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie sensorbasierte Daten den kommunalen Winterdienst erleichtern können.

Der wetterfeste Sensor ist an einem Laternenmast befestigt und erfasst unter anderem Luft- und Bodentemperatur sowie die Feuchtebedingungen am Einsatzort. Alle Daten stellt das Gerät über ein städtisches Funknetz zum Abruf bereit. Dafür arbeitet der Sensor mit dem sogenannten LoRaWAN-Funkprotokoll (Long Range Wide Area Network), mit dem sich kleine Datenmengen bei sehr geringem Energieverbrauch über große Entfernungen übertragen lassen. Die Informationen stehen nahezu in Echtzeit zur Verfügung und können dazu beitragen, Glätteentwicklungen genauer zu bewerten.

Ziel des Projektes ist es nicht, bestehende Abläufe zu ersetzen, sondern sie datenbasiert zu unterstützen: „Gerade im Winterdienst sind Zeitpunkt und Umfang von Einsätzen entscheidend“, erklärt Karsten Koppetsch, Vorstand der Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR. „Durch die zusätzlichen Daten erhoffen wir uns eine weiter verbesserte Entscheidungsgrundlage, um Maßnahmen noch detaillierter planen zu können – insbesondere bei schwer einschätzbaren Wetterlagen.“ Durch genauere Informationen lässt sich auch der Einsatz von Streumitteln, Kraftstoff und Arbeitszeit optimieren. Unnötige Belastungen für Umwelt und Infrastruktur sollen so vermieden werden. Langfristig können sensorbasierte Anwendungen dazu beitragen, den Winterdienst noch zuverlässiger und wirtschaftlicher zu gestalten.

Auch aus Sicht der Digitalisierung des öffentlichen Raumes ist das Projekt ein wichtiger Meilenstein, betont Jörg Boltersdorf, Digitalisierungskoordinator der Stadt Kleve. „Das Projekt zeigt uns, wie innovative Technologie im kommunalen Kontext sinnvoll eingesetzt werden kann“, so der Digitalisierungsexperte. „Sensorbasierte Anwendungen können dabei helfen, reale Situationen digital abzubilden und Entscheidungen datenbasiert zu treffen.“ „Wichtig ist, dass die eingesetzten Technologien einen Mehrwert für die städtischen Betriebe schaffen und letztlich den Bürgerinnen und Bürger zugutekommen“, ergänzt der Projektverantwortliche Daniel Hendricks.

Die Sensoren sind an Laternenmasten befestigt. Foto: Stadt Kleve

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