Online-Umfrage zum KiBiz
Stadt Kleve kontaktiert über 1.700 Eltern von Kita-Kindern
KLEVE. Das Jugendamt der Stadt Kleve wird in den kommenden Tagen über 1.700 Eltern von Kindern in Kindertageseinrichtungen per E-Mail zu einer Online-Umfrage einladen. Ziel der Befragung ist es, frühzeitig wichtige Erkenntnisse für die Planung und Vorbereitung auf die angekündigte Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) zu gewinnen. Zum 1. August 2027 soll die Neufassung des KiBiz in Kraft treten. Es regelt die Grundlagen und die Finanzierung der Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen.
Nach den bisherigen Ankündigungen des Landes Nordrhein-Westfalen ist davon auszugehen, dass künftig differenziertere Betreuungsumfänge in Kindertagesstätten ermöglicht und flexible Betreuungszeitmodelle bestehen bleiben sollen. Das Klever Jugendamt möchte nun ermitteln, welche Bedarfe die Familien hier vor Ort haben. In Zukunft könnten sich die Erkenntnisse auf das Angebot in der Kreisstadt auswirken.
Im Mittelpunkt der Befragung stehen unter anderem folgende Fragestellungen: Welche Betreuungsumfänge werden von Familien künftig benötigt? Wie groß ist der Bedarf an flexiblen Betreuungsangeboten? Welche Herausforderungen sehen Eltern im Spannungsfeld zwischen Flexibilität und der gesetzlich angestrebten Stabilität und Verlässlichkeit im Kita-Alltag? Welche Angebote der Familienförderung wünschen sich Familien ergänzend? Gerade die Diskussion um flexiblere Betreuungszeiten stellt Träger, Einrichtungen und Familien vor besondere Herausforderungen. Während viele Eltern sich eine größere zeitliche Flexibilität wünschen, verfolgt das derzeitige Kinderbildungsgesetz immer auch das Ziel, stabile Strukturen, verlässliche Bezugspersonen und einen planbaren Alltag für Kinder sicherzustellen. Zu diesem Spannungsfeld möchte das Jugendamt gezielt die Einschätzungen der Eltern einholen: „Die Erfahrungen und Wünsche der Familien sind für uns eine wichtige Grundlage, um die zukünftige Kinderbetreuung in Kleve bedarfsgerecht weiterzuentwickeln“, erklärt Markus Koch, Leiter des Jugendamtes der Stadt Kleve.
Der Befragungszeitraum läuft bis zum 15. Juli. Die Teilnahme an der Online-Umfrage ist freiwillig und anonym. Das Jugendamt bittet möglichst viele Eltern um Teilnahme, damit ein umfassendes Bild der aktuellen und zukünftigen Bedarfe entstehen kann. Ein besonderer Dank gilt dem Klever Elternbeirat, der die Online-Umfrage im Vorfeld getestet und wertvolle Hinweise zur Verständlichkeit und Nutzerfreundlichkeit gegeben hat. Weitere Informationen zur Befragung erhalten die Eltern mit der Einladungs-E-Mail in den kommenden Tagen.