Noch Karten? Vielleicht.
Ludger Kazmierczak präsentiert neues Programm: An ihm soll‘s nicht liegen.
KLEVE. „Und, was gibt es Neues in der Welt?“, fragt Ludger Kazmierczak. „Weiß nicht. War länger nicht da“, sage ich. Es geht um Kabarett: um Kazmierczaks neues Programm. Um zwei Auftritte in der Klever Stadthalle am 10. und am 11. Mai.
Längst haben Bruno Schmitz und Kazmierczak heftig die Werbetrommel gerührt. So ist es zu erklären, dass für den ersten Abend keine Karten mehr zu haben sind und für den zweiten am 11. Mai „noch ein paar – oben auf dem Balkon“. Vielleicht wird es ja – ähnlich wie aus dem Klever Rat – einen Livestream geben? Oder einen dritten Abend. Kazmierczak wird dental tätig: Zahn gezogen: „Wird beides nicht passieren.“ Okay.
Und worum geht’s im neuen, fünften Programm? Kazmierczak macht sich Sorgen: das Klever Stadtbild, nackte Niederländer in der Fußgängerzone, schwierige Kommunikation zwischen Männlein und Weiblein, Digitalisierung, Spritpreise, Ärztemangel. Und. Und. Und. Das volle Programm.
Nicht wirklich zuständig fühlt sich der Klever Kabarett-Exportschlager für das Großeganze in der Welt. Das überlässt er anderen. Wo Kazmierczak drauf steht, soll, bitte schön, Niederrhein drin sein – zumindest in großen Teilen. Dass er als Kabarettnebenjobber sein fünftes Programm „An mir soll’s nicht liegen!“ schon Wochen vor der Premiere fertig hat, freut ihn. Dass die Sachen, die er von sich gibt, gut ankommen – auch außerhalb der niederrheinischen Grenzlinien – freut ihn natürlich auch. „Ich kann zwar nicht singen“, sagt Kazmierczak, aber ein paar neue Lieder hat er trotzdem im Programm. Falsch: Die Lieder sind nicht neu. Und nicht von ihm. Kazmierczak kawwert. Die Texte allerdings sind dann neu. Und vom Herrn K.. Seine Frau, sagt Kazmierczak, sage: „Sing mal mehr, dann redest du nicht so viel.“ Zum Pressetermin singt Kazmierczak nicht.
Was tun jetzt die, es mit den Karten kein Glück mehr haben sollten? Nun ja: Wie wär’s mit einem kuscheligen Kabarettabend in Kranenburg? Ein bisschen warten muss man dann schon. Kazmierczak in Kranenburg – das wäre dann am 19. Februar. 2027. Vorfreude ist doch die schöneste Freude, oder?
Und am besten, bevor man’s dann vergessen hat, schon jetzt um Karten kümmern. Auch bei der Cinque Sommernacht kann man auf Kazmierczak zählen – dann allerdings in eher moderater, pardon: moderierender Form. Und dann wären noch zwei Turmabende, wo Herr K. den Gastgeber gibt. Zu merken wären zwei Zwölfte: 12. Juli und 12. September. Karten? Vielleicht noch ein paar.
Es ist ja zum Verzweifeln. Was macht man mit enttäuschten Erwartungen? Rein in die Wortzentrifuge. Ergebnis: Kabarett. Noch Fragen?
Ludger Kazmierczak – Kleves Kabarettexport. Demnächst in der Klever Stadthalle. (Und anderswo). Foto: Markus van Offern