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Mithilfe von Dokumenten, Lithografien, Foto- und Videomaterial sowie Objekten wird die Bedeutung der Niers für die Region veranschaulicht. Foto: privat
25. November 2024 Von NN-Online · Geldern

Niersausstellung bringt Heimat nahe

Zwei öffentliche Führungen zum Finale der Ausstellung

GELDERN. Zum Finale der Ausstellung „Niersauf, Niersab“ bietet Haus Ingenray in Pont zwei öffentliche Führungen an am Sonntag, 1. Dezember, von 11 bis 13 Uhr und zur Finissage am Freitag, 13. Dezember, ab 14 Uhr. Mithilfe von Dokumenten, Lithografien, Foto- und Videomaterial sowie Objekten wird die Bedeutung des Flusses für die Region und die menschlichen Eingriffe in die Natur veranschaulicht. Der Niederrhein ist von Flussläufen und weiten Ebenen geprägt, doch die Niers, das Hauptgewässer des linken Niederrheins, hat eine besondere Bedeutung für die Region. Sie entspringt in der Jülicher Börde bei Erkelenz und fließt über 100 Kilometer in nördlicher Richtung, bis sie bei Gennep in den Niederlanden in die Maas mündet. Ein Kuriosum: Die Niers hat keine natürliche Quelle mehr. Durch den Braunkohletagebau bei Garzweiler ist der Fluss nahezu versiegt und wird heute durch Wasser aus Rohrleitungen versorgt. Um die Wasserkraft für Mühlen zu nutzen, wurde der Fluss seit dem 13. Jahrhundert begradigt und verlegt, was zu häufigen Überflutungen führte – ein Problem, das sich mit der Industrialisierung verschärfte. Besonders die Textilindustrie trug mit ihren Abwässern zur Verschmutzung bei, wodurch die Niers den Beinamen „Rio Tinto“ erhielt. 1927 wurde der Niersverband gegründet, um das Gewässer zu säubern und zu erhalten. Seit den 1990er Jahren greift ein Renaturierungskonzept, das in Teilen die Lebensräume für Tiere und Pflanzen wiederherstellt. Der Eintritt ist frei.

Mithilfe von Dokumenten, Lithografien, Foto- und Videomaterial sowie Objekten wird die Bedeutung der Niers für die Region veranschaulicht. Foto: privat

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