Niederrhein in Zahlen
IHK veröffentlicht Daten aus der Region
NIEDERRHEIN. Sechs Jahre Stagnation haben ihre Spuren hinterlassen - mehr Insolvenzen, weniger Produktion, kaum Investitionen. Die Publikation „Niederrhein in Zahlen“ der Niederrheinischen IHK bündelt Wirtschaftsdaten aus der Region. Alarmierend sind die hohen Unternehmensinsolvenzen. Seit 2021 ist ihre Zahl am Niederrhein um 45 Prozent gestiegen. Die Betriebe bewerten ihre Geschäftslage schlechter als in den Vorjahren. Hohe Energiepreise, Bürokratie und wirtschaftspolitische Unsicherheit machen ihnen zu schaffen. Positiv ist, dass viel gegründet wird. Es gab 2025 über drei Prozent mehr Unternehmens-Gründungen als im Vorjahr.
Industrie spürt die Krise besonders
Die Industrie ist ein zentraler Wirtschaftszweig der Region. In Duisburg sank die industrielle Wertschöpfung seit 2024 um zwölf Prozent. Das spürt der gesamte Standort. Wenn die Industrie weniger produziert und investiert, trifft das auch Zulieferer und Dienstleister.
Neue Auszubildende für die Binnenschifffahrt
Extremwetter und die weltpolitische Lage wirken sich schnell auf die Häfen aus. Die Region ist eng mit internationalen Warenströmen verbunden. Der Schiffsumschlag ist von 2024 auf 2025 um mehr als sechs Prozent gesunken. Wie wichtig Wasserstraßen für unsere Wirtschaft sind, ist beim Fachkräfte-Nachwuchs angekommen: Der Beruf des Binnenschiffers ist beliebter geworden. Die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse ist von 19 im Jahr 2024 auf 29 im Jahr 2025 gestiegen.
Umfassender Blick auf den Niederrhein
Neben Wirtschaft und Industrie wirft die Publikation einen Blick auf den Tourismus, den Einzelhandel, Ausbildungsverhältnisse und die Gesundheitswirtschaft. Grafiken, Karten und Kennzahlen geben einen kompakten Überblick und ihre Entwicklung. Die vollständige Ausgabe ist unter ihk.de/niederrhein/niz abrufbar.