Neueröffnung des Valkhof Museums
Nach 52 Monaten Bauzeit: Fit für die Zukunft
NIMWEGEN. Der Museumsvorplatz: eine Baustelle. Im Museum selbst: alles fertig. Preview für die Presse. In zwei Tagen wird die Königin zu Eröffnung kommen. 52 Monate hat der Umbau des Valkhof-Museums in Nimwegen gedauert, „und natürlich hatten wir gehofft, dass zur Wiedereröffnung auch der Vorplatz fertig ist“, sagt Marenne Zandstra. Auf dem Schild, das sie an einem Bändchen um den Hals trägt, steht: „Conservator archeologie“.
Geschichte im Keller
„Ich zeige Ihnen das Museum und wir fangen am besten unten an.“ Unten – das ist der Keller. Eigentlich ist Keller das falsche Wort – bei Keller denkt man an Kartoffelkisten und Gerümpel. Was allerdings hier entstanden ist, kann sich sehen lassen. Es ist ein Rundgang durch die Geschichte der Menschheit – ausgestattet mit Fundstücken, ihren Geschichten und den historischen Einordnungen.
Jeder ist Teil des Ganzen
Am Eingang: Spiegel rechts und links. „Wir möchten damit ausdrücken, dass jeder, der diesen Raum betritt, Teil des Ganzen ist, was hier zu sehen ist.“ Die Ausstellungsarchitektur: eine Lust machende Mischung aus Vitrinen, Technik (Projektionen) und – immer wieder: Spiegeln in verschiedenen Formen. Die Zeitreise kann mehr oder weniger schnell absolviert werden. Wer sich alle Stücke und Erklärungen anschaut, braucht Zeit. Es gibt aber auch Hot Spots. Dort zu sehen: Ausgesuchte Stücke.
Der Mensch an der Grenze
Hier unten ist das Motto: „Der Mensch an der Grenze“. Später wird es – weiter oben – um „Die Grenzen im Menschen“ gehen. „Das Valkhof Museum ist ein Ort, an dem alles zusammenkommt: Zeiten, Kulturen, Ideen, Menschen. Das kann zu Reibungen, Spannungen oder gerade zu Verbindungen führen – doch an diesen Begegnungspunkten entsteht immer etwas Neues“, heißt es auf der (dreisprachigen: Niederländisch, Deutsch, Englisch) Homepage.
Der Valkhof-Cocktail
Der „Valkhof-Cocktail“ ist vielstimmig – reicht über das Geschichtliche bis hin zur kommentierenden Stellungnahme in Form zeitgenössischer Kunst. Die Ausstellung „Der Mensch an der Grenze“ wird bis zum Sommer 2030 zu sehen sein, die Ausstellung „Von innen heraus“ beschäftigt sich mit menschlichen Emotionen wie Freude, Wut, Traurigkeit und Angst und wird bis 2029 zu sehen sein. Im Gegensatz zu diesen eher langfristig geplanten Projekten ist die Ausstellung mit Werken von Fernando Sánchez Castillo (Die Macht der Menschen) „nur“ bis zum 16. November zu sehen.
Fertig für die Zukunft
Es hat sich Vieles geändert im Museum Valkhof: „Was geschlossen war, ist nun offen, was dunkel war, ist hell und was beengt schien, fühlt sich geräumig. Das Gebäude ist jetzt fertig für die Zukunft“, heißt es in einem Pressetext. Die Kosten für den Umbau sollen bei circa 15 Millionen Euro liegen. Und wie sieht es mit den Besucherzahlen aus? „Wir erwarten im ersten Jahr circa 120.000 Besucher“, so Valkhof-Chefin Hedwig Saam im Rahmen der Presse-Preview. Ab sofort ist das Valkhof Museum auch wieder für Besucher geöffnet: dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 19,50 Euro, Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) haben freien Eintritt.
Die „Wandelhalle“ des Valkhof Museums: Hell, einladend und mit einem nahtlosen optischen Übergang ins Umfeld. Foto: Ivar Pel Foto: Ivar Pel .nl
Noch ist der Museumsvorplatz eine Baustelle. Innen sieht es anders aus. Alle Arbeiten sind abgeschlossen. Entstanden ist ein Gebäude, das fit für die Zukunft ist und auch noch toll aussieht.