Neue Homeoffice-Regelung für Grenzpendler in Kraft
Finanzamt informiert über mehr Rechtssicherheit im grenzüberschreitenden Arbeitsalltag
NIEDERRHEIN. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die neue Homeoffice-Regelung zwischen Deutschland und den Niederlanden. Grenzpendler können damit bis zu 34 Tage im Jahr von zu Hause aus arbeiten, ohne dass sich ihre steuerliche Behandlung ändert. Für viele Beschäftigte in der Grenzregion bedeutet das mehr Klarheit, weniger Bürokratie und zusätzliche Planungssicherheit.
Der Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Marcus Optendrenk, begrüßt die Regelung ausdrücklich: „Dass die neue Homeoffice-Regelung nun gilt, ist ein wichtiges Signal für die Menschen in den Grenzregionen. Sie schafft Rechtssicherheit und berücksichtigt endlich die Realität moderner Arbeitsformen. Nordrhein-Westfalen setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Grenzpendler nicht durch steuerliche Hürden ausgebremst werden. Dieser Schritt zeigt, dass sich dieser Einsatz gelohnt hat.“
Auch aus Sicht der Finanzverwaltung vor Ort ist die neue Regelung ein wichtiger Fortschritt. Birgit Hufen-Batzke, Vorsteherin des Finanzamts Geldern, erklärt: „Gerade für viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Region bringt die neue Regelung spürbare Entlastung. Die klare steuerliche Behandlung der Homeoffice-Tage reduziert Rückfragen und Verwaltungsaufwand und sorgt für mehr Planungssicherheit.“ Hintergrund der Neuregelung ist die Anpassung des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und den Niederlanden. Während zuvor bereits einzelne Homeoffice-Tage zu einer aufwendigen Aufteilung der Einkünfte zwischen beiden Staaten führen konnten, werden diese Tage nun steuerlich so behandelt, als wären sie im Tätigkeitsstaat erbracht worden.
Nordrhein-Westfalen hatte sich frühzeitig auf Bundesebene für eine praxistaugliche Lösung eingesetzt, insbesondere für die Grenzregionen. Die neue Regelung knüpft an die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie an, in der befristete Sonderregelungen das Arbeiten im Homeoffice erleichtert hatten.
Aus Sicht des Landes und der Finanzverwaltung bleibt die 34-Tage-Regelung ein erster Schritt. Weitere Gespräche zwischen Deutschland und den Niederlanden sind angekündigt, um langfristig noch weitergehende Lösungen für Grenzpendler zu erreichen. Minister Dr. Marcus Optendrenk betont: „Unser Ziel bleibt eine einfache und faire Besteuerung für Grenzpendler, die echte Planungssicherheit bietet. Wer grenzüberschreitend arbeitet, soll frei entscheiden können, wo und wie gearbeitet wird. Nordrhein-Westfalen wird sich weiterhin beim Bund und im europäischen Kontext dafür einsetzen, dass die steuerlichen Regeln mit der Flexibilisierung der Arbeitswelt Schritt halten.“