Neubau wird anspruchsvollen Aufgaben gerecht
Feuerwehrgerätehaus Materborn feierlich eingeweiht
MATERBORN. Mit einem gut besuchten Tag der offenen Tür hat der Löschzug Materborn die Rückkehr an seine alte und zugleich neue Heimat im Herzen Materborns gefeiert. Bei bestem Wetter öffneten sich die Türen und Tore des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Kapellenstraße für alle Interessierten, um den Neubau zu präsentieren und offiziell einzuweihen.
Nach dem Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses klaffte zum ersten Spatenstich im Oktober 2024 noch eine große Baugrube an der Kapellenstraße. Keine zwei Jahre später konnte Kleves Bürgermeister Markus Dahmen nun den symbolischen Schlüssel zum neuen Gebäude an Feuerwehrleiter Ralf Benkel und Löschzugführer Ernst Vehreschild übergeben. Schon seit Ende 2025 nutzen die rund 30 Kameraden des Löschzuges Materborn das moderne Gerätehaus.
Entstanden ist ein Neubau, der den immer anspruchsvolleren Aufgaben des Feuerwehrwesens gerecht wird. In der Fahrzeughalle mit ihren vier Großstellplätzen finden zwei Löschfahrzeuge, ein Mannschaftstransportfahrzeug und ein Drehleiterfahrzeug Platz. Geschlechtergetrennte Umkleiden samt sanitären Anlagen und Duschen erfüllen unter Berücksichtigung der Schwarz-Weiß-Trennung moderne hygienische Standards. Im Obergeschoss steht ein geräumiger Schulungs- und Versammlungsraum samt angeschlossener Küche sowie ein Verwaltungsbüro zur Verfügung. Mit seinem Gründach und der Beheizung durch eine Luftwärmepumpe folgt das Gebäude auch in Sachen Klimaschutz zeitgemäßen Standards. Für den Eigenstromverbrauch wird das Dach noch mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.
In den Bau des Feuerwehrgerätehauses hat die Stadt Kleve rund 2,5 Millionen Euro investiert. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte nach den Vorgaben des Brandschutzbedarfsplans, der das Schutzniveau für Brandschutz und Hilfeleistung sowie die dafür zu ergreifenden Maßnahmen in Kleve festlegt. Das Materborner Gerätehaus ist bereits das achte Feuerwehrgerätehaus, das im Rahmen der Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans gebaut wurde. Zuvor haben bereits die Kameraden in Reichswalde, Donsbrüggen, Rindern, Wardhausen-Brienen, Kellen, Düffelward und Griethausen moderne Unterkünfte erhalten.