NABU-Projekt „Insektenfreude“ erhält bundesweite Anerkennung
Klever Initiative zählt zu den besten Aktivierungsprojekten für den Erhalt von Ökosystemen.
KLEVE. Große Anerkennung für das Projekt „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein: Das Projekt wurde beim bundesweiten Projektwettbewerb der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen in der Kategorie „Aktivierungsprojekte“ unter die Top 10 Deutschlands gewählt.
Im Mittelpunkt der inzwischen siebten Wettbewerbsrunde standen Projekte, die Menschen für den Schutz von Bestäubern begeistern, Wissen vermitteln und zum Mitmachen anregen. Aus insgesamt 48 eingereichten Projekten wählte eine sechsköpfige Fachjury die überzeugendsten Initiativen aus. „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ zählt zu den besten zehn Aktivierungsprojekten bundesweit.
Das Projekt der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein zeigt, wie regionale Wildpflanzen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Wildbienen, Schmetterlingen und vielen weiteren Insekten leisten. Gleichzeitig motiviert es Menschen, selbst aktiv zu werden und naturnahe Lebensräume im eigenen Garten, auf öffentlichen Flächen oder in ihrem direkten Umfeld zu schaffen, unter dem Motto: Jede Wildpflanze ist ein eigenes kleinstes Insektenschutzgebiet.
„Die Platzierung unter den Top 10 ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit aller Beteiligten. Sie zeigt, dass regionale Wildpflanzen und die Begeisterung für die heimische Artenvielfalt wichtige Bausteine für den Schutz unserer Bestäuber sind“, freut sich Projektleiterin Ortrun Heine von der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein.
Die Jury bewertete die Projekte insbesondere nach ihrem Beitrag zur Wiederherstellung von Ökosystemen sowie ihrer Multiplikationswirkung. Die ausgewählten Initiativen gelten als Best-Practice-Beispiele und setzen wichtige Impulse für die Umsetzung der europäischen Wiederherstellungsziele in Deutschland.
Die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen (2021–2030) wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen, um weltweit die Zerstörung von Ökosystemen zu stoppen und geschädigte Lebensräume wiederherzustellen. In Deutschland wird die UN-Dekade im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz umgesetzt und vom UN-Dekade-Büro koordiniert.
Mit der bundesweiten Anerkennung erhält das Projekt „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ zusätzliche Aufmerksamkeit für sein Ziel, den Schutz heimischer Bestäuber dauerhaft in der Region zu verankern und möglichst viele Menschen für die Bedeutung regionaler Wildpflanzen zu begeistern.
Das Projekt „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Stadt und Kreis Kleve sowie die Stadt Emmerich sind Kofinanzierende des Projektes.
Weitere Infos zum Projekt unter www.insektenfreude.de.