"Shahin Tivay Sadatolhosseini mit Rhönrad auf dem Weg zum Straßenkunstfestival in Geldern"
28. August 2026 Von NN-Online · Geldern

Mit dem Rhönrad von Paderborn nach Geldern

Der besondere Weg des deutsch-iranischen Künstlers Shahin Tivay Sadatolhosseini zum Straßenkunstfestival 2026

GELDERN. Das Gelderner Straßenkunst-Festival hat im Laufe der Jahrzehnte schon viele spannende Geschichten und Persönlichkeiten hervorgebracht. Eine weitere kommt in diesem Jahr hinzu: Der deutsch-iranische Performance-Künstler, Artist und Rhönrad-Sportler Shahin Tivay Sadatolhosseini hat sich in dieser Woche mit seinem Rhönrad von Paderborn aus auf den Weg nach Geldern gemacht. Sein Ziel: Am Wochenende gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Rhönrad-Sportler aus Aachen beim Straßenkunst-Festival auftreten. Doch bei der Reise geht es ihm um wesentlich mehr.

Teil eines internationalen Kunstprojekts

Sadatolhosseini wurde im Iran geboren und kam 1985 nach Deutschland. Seine Verbindung zu beiden Ländern prägt auch seine künstlerische Arbeit. Bekannt wurde der Aachener vor allem durch seine weltweiten Wanderprojekte mit dem Rhönrad. Bei seinem 2015 gestarteten Projekt „RollEast“ legte er mehr als 5000 Kilometer von Aachen bis in seine Geburtsstadt Teheran zurück. Auch aktuell ist Sadatolhosseini Teil eines internationalen Kunstprojekts, das er gemeinsam mit einer Künstlerin in Geldern fortsetzt.

Symbol für die Verbindung von Menschen und Kulturen

„Für meine diesjährige Reise nach Geldern bin ich in Paderborn gestartet, da ich dort noch ein neues Rhönrad abgeholt habe“, berichtet Sadatolhosseini. Dass er sich zu Fuß auf den Weg gemacht hat, liegt aber vor allen Dingen an seinem Dokumentarfilm-Projekt „The Roll – Building Bridges to Connect“. Der Film, der in den vergangenen vier Jahren entstand, begleitet Sadatolhosseini bei seiner außergewöhnlichen Reise mit dem Rhönrad. „Es geht in dem Film darum, die Reise als künstlerisches Symbol für die Verbindung von Menschen und Kulturen zu verstehen“, berichtet der Künstler. „Mit meiner Arbeit möchte ich Grenzen und Vorurteile überwinden. Das Rhönrad wird hierbei als ungewöhnliches Fortbewegungsmittel oft zum ,Eisbrecher´, das Begegnungen mit Menschen am Wegesrand ermöglicht und Gespräche entstehen lässt.“

Sein Ziel: das „Künstlerdorf“ am Holländer See

Von Paderborn aus führte ihn in dieser Woche der Weg unter anderem durchs Ruhrgebiet über Recklinghausen, Oberhausen und Kamp-Lintfort in Richtung Geldern mit dem Ziel „Künstlerdorf“ am Holländer See. Hier übernachten viele der rund 300 Künstler des Straßenkunst-Festivals, die die Gelderner Innenstadt am kommenden Wochenende wieder in ein großes Open-Air-Atelier verwandeln werden. Neben Straßenmalerei gehören Straßenmusik, Straßenkunst, Theater, Jonglage, Zauberei und das Graffitifestival „Paint on Walls“ zum umfangreichen Programm. Die Rhönrad-Gruppe aus Aachen ist dabei bereits seit mehr als 30 Jahren fester Bestandteil des Festivals.

Alle weiteren Infos unter www.strassenkunst-geldern.de

Shahin Tivay Sadatolhosseini war am Montag in Paderborn zu Fuß mit dem Rhönrad gestartet, um am Wochenende zum Straßenkunstfestival in Geldern zu sein. Foto: Sadatolhosseini

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