"Fröhliche Kinder bei den 40. Gelderner Ferienspielen; Tradition & Spaß in Geldern. Foto: J. Kurschatke"
28. August 2026 · Jacqueline Kurschatke · Geldern

40 Jahre Gelderner Ferienspiele

2026 war geprägt von besonderen Aktionen die nostalgisch machten

GELDERN. Ein weiteres Jahr Gelderner Ferienspiele geht zu Ende. 2026 war eins von besonderer Bedeutung, denn gefeiert wurde das 40-jährige Jubiläum und das kam mit einigen Highlights und neuen Aktionen daher.

Man kann quasi den Wecker danach stellen: Immer in den letzten drei Wochen der Sommerferien kreieren Daniel Mommen und sein Team von den Gelderner Ferienspielen eine abwechslungsreiche Erlebniswelt. Hier, auf dem Gelände der Tolkien Tage in Pont kann gebastelt, getobt und getanzt werden. Ergänzt wird das Programm zusätzlich mit Ausflügen in die Umgebung. In diesem Jahr das Irrland in Twisteden, eine Fahrt zum Zoo Krefeld, Besuch des Natur- und Tierparks Brüggen, AquaSol Kempen und zwei Nachmittage im Walbecker Waldfreibad. Als klare Highlights galten außerdem der Besuch der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Spielgelände, der Bau eines Hüttendorfes, die Slusheis-Maschine und eine „Pommes-Straße“. „Die haben sich die Kinder ausdrücklich gewünscht“, berichtet Markus Grönheim, Beigeordneter und Leiter des Bereichs Jugend und Familie. Zwischen 16 und 18 Kilo Pommes wurden von den Kindern folglich mit Begeisterung verschlungen.

419 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren wurden in diesem Jahr insgesamt betreut. Manche von ihnen ganze drei Wochen lang, andere nur eine, beziehungsweise zwei Wochen. „Früher wurde die Betreuung jeden zweiten Tag angeboten und es wurde in Stadt- und Dorfkinder unterschieden. Die Eltern haben uns jedoch die Rückmeldung gegeben, dass eine wochenweise Betreuung ihnen mehr hilft. Die Familien können jetzt individuell entscheiden, wann die Ferienspiele für sie sinnvoll sind“, erklärt Mommen. Das bedeute Planbarkeit und Verlass, den Eltern schon seit vielen Jahren an der Ferienfreizeit schätzten. Die Ferienspiele sind ein Ort, an dem viele Gelderner in den vergangenen Jahrzehnten groß geworden sind. Besondere Erinnerungen und Situationskomik, bleibe dabei immer im Gedächtnis. „Das Schöne an der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist, dass jeder etwas daraus mitnimmt. Und wenn es nur eine neue Freundschaft ist“, kommentiert Grönheim weiter. Ein Projekt mit Erfolg, an das viele Emotionen geknüpft sind. Nur ein Grund wieso „die Planung im Haushaltsausschuss gar nicht diskutiert wird. Man möchte einfach nicht an den Ferienspielen sparen“, ergänzt Mommen, der selbst schon seit 25 Jahren im Betreuerteam dabei ist.

2026 stehen die Ferienspiele zum 40-jährigen Jubiläum unter dem Motto „Gemeinsam Erinnerungen schaffen“, was den Kern des Projekts auf den Punkt bringt und dazu einlädt, zu überlegen, welche Aspekte aus den letzten 40 Jahren im Gedächtnis geblieben sind. Auf kreative Art und Weise haben Mommen und sein Team dazu besondere Aktionen durchgeführt. Jeder Tag stand unter einem anderen Motto. Zum Beispiel „Flachlandpiraten“, „Manege frei“, wo Kinder die Möglichkeiten bekommen, verschiedene Zirkus-Disziplinen auszuprobieren und „Steinzeit“ wo Höhlenmalerei und Stockbrot auf dem Plan standen. Außerdem wurde gemeinsam eine Fahne bemalt, die alle Mottos aus 40 Jahren abbildet. Weiter gab es ein großes Jubiläumsfest für die Betreuer, bei der viele Ehemalige zusammenkamen.

Über die Ferienspiele

Nach der Gründung des Gelderner Jugendamtes im Jahr 1986 fanden im gleichen Jahr die ersten Ferienspiele statt. Organisiert und durchgeführt wurden sie von den Mitarbeitenden des Jugendamtes Dieter Heistermann, Erna Dercks und Resie Beenen. Bis heute wurden rund 13.000 Kinder von 780 Betreuern unterhalten. 39.000 Eis wurden verzehrt und 20.000 Buttons ausgegeben. Eine Tradition besteht seit dem ersten Jahr: die sogenannte „Betreuertaufe“, bei der Betreuer – meist im Waldfreibad Walbeck – ins Wasser geschubst werden. 1986 nahmen 150 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren an den Ferienspielen Teil. Damals gab es Tagesausflüge unter anderem in den Freizeitpark De Efteling, zum Allwetterzoo Münster und nach Krefeld, wo die Kinder vom stellvertretenden Bürgermeister zum Frühstück eingeladen wurden. Das Motto damals: Ferienluft schnuppern. Dabei wurde ein Hüttendorf gebaut und verschiedene Ortschaften besucht. Abschließend hat es ein Zeltlager mit 115 Kindern am Holländer See gegeben.

Die Gelderner Ferienspiele sind seit 40 Jahren fester Bestandteil der Kindheit in Geldern. Foto: J. Kurschatke

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