Dr. Ronald Jelinski, neuer Chefarzt der Notfallklinik, mit KKLE-Geschäftsführern und übergroßer Visitenkarte.
16. Juli 2026 Von NN-Online · Kleve

Meilenstein für die Notfallmedizin

Zentrale Notaufnahme wird zur Klinik für Notfallmedizin

KLEVE. Im feierlichen Rahmen wurde am Mittwoch die Zentrale Notaufnahme am St.-Antonius-Hospital in Kleve in Klinik für Notfallmedizin umbenannt. Diese Umbenennung ist ein konsequenter Schritt in der Entwicklung der Notfallmedizin am Katholischen Karl-Leisner-Klinikum. Sie ist eine Anerkennung für die Leistungen des Teams der Notaufnahme und spiegelt die hohe medizinische Qualität der Notfallversorgung wider.

Die Transformation zur eigenständigen Klinik ist die Antwort auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Notfallmedizin in den vergangenen Jahrzehnten. Rund 36.000 Patienten suchen jedes Jahr die Notaufnahme des Klinikums auf. Für sie alle ist die Abteilung die erste und wichtigste Anlaufstelle in medizinischen Ausnahmesituationen. Die stationäre Notfallmedizin in Deutschland basiert auf einem definierten dreistufigen System des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), das die Leistungsfähigkeit und Ausstattung der Krankenhäuser klassifiziert: Stufe 1 (Basisnotfallversorgung): Gewährleistet die grundlegende Notfallbehandlung in den Kernbereichen Chirurgie/Unfallchirurgie und Innere Medizin mit mindestens sechs Intensivbetten; Stufe 2 (Erweiterte Notfallversorgung): Setzt ein deutlich breiteres, rund um die Uhr verfügbares fachärztliches Spektrum (u. a. Anästhesie und Neurologie) sowie erweiterte Diagnostik- und Kapazitätsstrukturen voraus; Stufe 3 (Umfassende Notfallversorgung): Stellt die höchste Versorgungsstufe dar. Sie erfordert eine Vielzahl spezialisierter Fachabteilungen, um auch komplexeste und schwerste medizinische Notfälle jederzeit vollumfänglich behandeln zu können.

Am St.-Antonius-Hospital hat sich aus einer Einrichtung der Basisnotfallversorgung (Stufe 1) eine hochleistungsfähige Struktur entwickelt, die heute alle Kriterien der erweiterten Notfallversorgung (Stufe 2) erfüllt. Ein entscheidender Meilenstein war zuletzt die erfolgreiche Integration der Neurologie am Standort Kleve. Die Weiterentwicklung der Notfallmedizin ist jedoch nicht abgeschlossen. Im Zuge der fortschreitenden Krankenhaustransformation im Kreis Kleve hat die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft die nächste strategische Stufe bereits fest im Blick. Bis zum Jahr 2032 soll die Abteilung die Kriterien der umfassenden Notfallversorgung (Stufe 3) und damit der höchsten medizinische Versorgungsstufe erfüllen. „Die Etablierung einer eigenen Klinik für Notfallmedizin ist der logische und konsequente Schritt in der langjährigen Entwicklung dieser Abteilung an unserem Klinikum“, erklärt Sadık Taştan, Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE). „Diese Entscheidung ist zugleich eine verdiente Anerkennung für die hervorragende Arbeit von Dr. Ronald Jelinski und dem gesamten Team der Zentralen Notaufnahme. Dass sich die Menschen im Kreis Kleve und darüber hinaus in akuten Notsituationen rund um die Uhr auf eine hochmoderne, leistungsfähige und sichere Versorgung verlassen können, ist dem unermüdlichen Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen zu verdanken. Sie haben das Fundament für die Zukunft geschaffen, auf dem wir nun gemeinsam den Weg bis zur umfassenden Notfallversorgung weitergehen werden.“

Im Rahmen der feierlichen Umbenennung wurde Dr. Ronald Jelinski, bisheriger ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, zum Chefarzt der neuen Fachabteilung ernannt. In seiner Ansprache rückte der neue Chefarzt das Team der Klinik in den Fokus: „Ich bin außerordentlich stolz auf das, was wir hier in den vergangenen Jahren gemeinsam aufgebaut haben. Diese Ernennung zum Chefarzt verstehe ich auch als Auszeichnung für die gesamte Abteilung. Wir haben eine tolle Entwicklung genommen, die nur durch ein großartiges Team möglich war. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen tagtäglich enormes Engagement, hohe fachliche Kompetenz und große Einsatzbereitschaft ein. Mit der neuen Klinikstruktur im Rücken sind wir bestens aufgestellt, um die anstehenden Aufgaben aktiv zu gestalten.“

Dr. Ronald Jelinski (Mitte) ist Chefarzt der neuen Klinik für Notfallmedizin. Die beiden KKLE-Geschäftsführer Sadık Taştan und Dr. Sabine Kisselbach gratulieren dem neuen Klinikeiter mit einer übergroßen Visitenkarte. Foto: KKLE

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