Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer?
Neue Markierungen an Kreuzung B8/Borgheeser Weg – Kritik von der FDP
Borgheeser Weg in Emmerich zeigen jetzt Markierungen deutlich: Radfahrer und Fußgänger haben hier Vorfahrt. Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung und in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW wurden in diesem Bereich deutliche rote Fahrbahnmarkierung aufgebracht sowie Poller aufgestellt, durch die der abbiegende Verkehr verlangsamt und so Personen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, besser geschützt sind.
Die Markierung soll laut der Stadtverwaltung den Radfahrer, der innerorts auf der Straße fährt, sicher auf den ab Höhe Eintrachter Sportplatz wieder benutzungspflichtigen Geh-Radweg zurückführen. Zum anderen dient die Markierung der besseren Sichtbarkeit von kreuzendem Radfahren. Die Abpollerung des freien Rechtsabbiegers soll die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs verlangsamen, sodass der Rad- und Fußverkehr die Kreuzung sicherer überqueren kann. Radfahrer haben ab sofort Vorfahrt. Die Maßnahme wurde von Straßen.NRW im Zuge der Sanierung der Eltener Straße umgesetzt. Weitere Markierungen auf den Geh-Radwegen folgen.
Im Rahmen des Bürgerdialogs wurde bereits vor einigen Monaten auf die Gefahrenlage der Kreuzung hingewiesen. Auch die „Radraketen“ von Eintracht Emmerich hatten sich bereits vor einiger Zeit, im Rahmen eines gemeinsamen Termins mit den zuständigen Mitarbeiterinnen des Fachbereiches Stadtentwicklung, eine Verbesserung der Verkehrssituation gewünscht. Auch Vertreter verschiedener Ratsfraktionen hatten in der jüngeren Vergangenheit den Wunsch geäußert, die Kreuzung verkehrssicherer zu gestalten.
Dennoch gibt es bereits Kritik an den neuen Markierungen: Diese sei irreführend und nicht intuitiv, heißt es seitens der Emmericher FDP. „Wir teilen den Wunsch nach der Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerrinnen und Radfahrer, aber mit dieser Maßnahme wird das Gegenteil erreicht“, erklärt der Vorsitzende der Emmericher Liberalen, Luca Kersjes. „Radfahrerinnen und Radfahrer, die aus Richtung Hüthum kommen und intuitiv der Fahrbahnmarkierung folgen, werden direkt in den Gegenverkehr gelenkt.“ So entstünden potenzielle Gefahrensituationen, anstatt diese zu entschärfen. Zudem ende die Fahrbahnmarkierung nicht an einer Stelle, die sich für die Fahrbahnüberquerung eigne. „Am Ende der Fahrbahnmarkierung wartet auf der anderen Straßenseite ein Grünstreifen, den man dann überqueren müsste“, sagt der stellvertretende Vorsitzende, Marius Plückthun. Die Emmericher FDP erwartet nun von den Verantwortlichen Nachbesserungen. Denkbar sei beispielsweise eine Fortsetzung der Fahrbahnmarkierung bis zur Ampelanlage.