„Mach Kleve bunt“
Inklusionsmarsch durch die Klever Innenstadt
KLEVE. Am Samstag, 9. Mai, findet in Kleve von 11 bis 14 Uhr erneut der Aktionstag „Mach Kleve bunt – eine Gesellschaft für alle!“ statt. Die Veranstaltung setzt ein sichtbares Zeichen für Inklusion und Gleichstellung und richtet sich an die gesamte Stadtgesellschaft. Auftakt ist an der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge. Von dort aus führt ein Inklusionsmarsch durch die Innenstadt bis zum Koekkoek-Platz. Im Mittelpunkt steht die Botschaft, dass gesellschaftliche Teilhabe ein grundlegendes Menschenrecht ist, dessen Umsetzung jedoch noch immer Defizite aufweist.
Die Initiative betont, dass Inklusion alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betrifft. Bestehende Barrieren – sowohl struktureller als auch gesellschaftlicher Art – könnten nur gemeinschaftlich überwunden werden. Ein zentrales Anliegen ist es, den öffentlichen Diskurs über Gleichberechtigung weiter zu stärken und konkrete Veränderungen anzustoßen. Im Anschluss an den Marsch erwartet die Besucher am Koekkoek-Platz ein vielfältiges Programm mit Informations- und Mitmachangeboten. Neben Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung werden kostenfreie Speisen und Getränke angeboten. Ergänzt wird das Programm durch niedrigschwellige Freizeitangebote für unterschiedliche Altersgruppen. Ein besonderer Programmpunkt ist die Bürgermeistersprechstunde mit Markus Dahmen, der vor Ort für Gespräche zur Verfügung steht. Dabei sollen Anliegen direkt angesprochen und bestehende Barrieren sichtbar gemacht werden.
Die Organisatoren legen großen Wert auf eine möglichst barrierefreie Durchführung der Veranstaltung. Entsprechende Infrastruktur, darunter eine barrierefreie Toilette im Rathaus, wird bereitgestellt. Hinter dem Aktionstag steht ein Netzwerk aus sozialen Einrichtungen, Vereinen und Institutionen, das sich kontinuierlich für die Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen engagiert. Ziel ist es, deren Interessen stärker in den politischen und gesellschaftlichen Fokus zu rücken. Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über Kürzungen in der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe wird die Forderung nach verbindlicher Umsetzung von Teilhaberechten besonders deutlich. Mehr als 15 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention bestehe weiterhin Handlungsbedarf. Gefordert werden umfassende Barrierefreiheit, auch im digitalen Raum, sowie die konsequente Umsetzung individueller Rechtsansprüche. Dabei wird betont, dass es sich nicht um freiwillige Leistungen, sondern um grundlegende Menschenrechte handelt. Mehr Infos zum Aktionstag gibt es unter www.paritaetischer-kleve.de.