„Licht durch die Linse“
Grenzüberschreitende Fotografie-Ausstellung zeigt die Euregio aus neuen Perspektiven
KLEVE. Wie sehen Menschen ihre eigene Umgebung? Welche Geschichten verbergen sich hinter alltäglichen Orten? Die Ausstellung „Licht durch die Linse“ lädt dazu ein, die deutsch-niederländische Grenzregion neu zu entdecken. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 10. Mai, von 19 bis 21 Uhr in der Wasserburg Rindern. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter www.eventbrite.com. Zu sehen ist sie dann täglich von 8 bis 20 Uhr bis zum 15. Juni.
Im Rahmen eines grenzüberschreitenden Projekts hielten Bürger aus Deutschland und den Niederlanden ihre persönliche Sicht auf die Region fotografisch fest. Über 400 Einsendungen gingen ein, fünfzig ausgewählte Arbeiten bilden nun den Ausgangspunkt der Ausstellung. Die Fotografien zeigen Menschen, Landschaften und vertraute Orte der Euregio und erzählen von Alltag, Begegnungen und kultureller Vielfalt. Aus unterschiedlichen Perspektiven entsteht ein vielschichtiges visuelles Mosaik – ein gemeinsames Porträt einer Region, das Grenzen überwindet.
In Workshops wurden die Fotografien gemeinsam mit Künstlern und Teilnehmern zu großformatigen Collagen weiterentwickelt. Dabei verschmelzen persönliche Erinnerungen, kulturelle Hintergründe und künstlerische Interpretationen zu neuen Ausdrucksformen. „Die Wasserburg Rindern wird – insbesondere im Rahmen der Begleitveranstaltungen – zu einem lebendigen Ort des Dialogs und des Austauschs“, erklärt Kira Wietharn, Bildungsreferentin und Organisatorin der Ausstellung. „Es ist uns eine große Freude zu sehen, wie Menschen aus der Region hier zusammenkommen und miteinander ins Gespräch treten.“ Auch Thomas Ruffmann, Geschäftsführer des Haus Mifgash und Projektbeteiligter, betont: „Die Ausstellung macht sichtbar, wie unterschiedlich und zugleich verbindend unsere Perspektiven auf die Region sind. Sie lädt dazu ein, die eigene Umgebung neu zu entdecken.“ Die Ausstellung versteht Fotografie nicht nur als dokumentarisches Medium, sondern als Ausgangspunkt für Dialog und künstlerische Transformation. Nach der Präsentation in Kleve wird sie an weiteren Orten in der Region zu sehen sein.
Geplant sind auch einige Begleitveranstaltungen. So gibt es am Mittwoch, 27. Mai, um 18 Uhr unter dem Titel „What‘s so special about our region Kleve–Nijmegen?“ ein Gespräch mit Projektbeteiligten über Perspektiven, Eindrücke und Geschichten hinter den Arbeiten. Am Sonntag, 14. Juni, um 11 Uhr gibt es improvisierte Töne und Texte mit dem Klever Freundschaftsorchester Klefor und dem Publikum.
Licht door die Lens – Licht durch die Linse wurde durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland und seine Programmpartner ermöglicht. Es wird von der Europäischen Union (EU) mitfinanziert.