Leise Töne und viel Poesie in Kevelaer
Christine und Uwe Brosch waren zu Gast in der kleinen Kirche der Klarissen
KEVELAER. Es sind diese stillen, leisen Töne, die die Broschs so wirksam machen. Ruhige Töne in einer lauten Zeit, Gedanken in Poesie, mal satirisch, mal bitterbös-realistisch, dann wieder verspielt, verträumt wolkenluftiggleich schwebend.
In der Klarissenkirche war es mucksmäuschen still, als Christine Brosch ihrem Gemshorn und Blockflöten die wunderbar sanften, fast schon meditativen und zum Träumen einladenden Töne entlockte, Uwe Brosch auf der Gitarre seine Lieder von der Welt, von den Menschen vom Leben und der Liebe sang. „Liebes Leben“ war das Motto dieses einfühlsamen, sehr dichten und still bewegenden Konzerts in der kleinen Kirche am Klara-Platz.
Zum ersten Mal war das musizierende Künstlerehepaar aus Neukirchen-Vluyn in Kevelaer mit einem Programm zu Gast – eigene Lieder, eigene Texte, begleitet von Gitarre und Blockflöte(n). Und das kam an, Zeit zum Zuhören, Zeit, sich in Texte hineinzudenken, die der Poesie Raum schenkten – Zeit, sich in die Kunst fallen zu lassen und Zeit zum Nachdenken dabei. Und am Ende, man mag es kaum glauben, sangen alle gemeinsam in der kleinen Kirche der Klarissenschwestern fröhlich und vielstimmig den „Spiegelei-Boogie-Woogie“, einfach so, weil es gemeinsam Spaß machte … Ein besonderer Konzertnachmittag eben.
Uwe und Christine Brosch leben in Neukirchen-Vluyn am Niederrhein und sind seit vielen Jahren mit ihren Songs und Gedichten live unterwegs. Christine Brosch spielt mehrere Flöten, von der klassischen Alt- und Sopranflöte bis zum Gemshorn und der Low Whistle. Neben der Musik ist ihr die künstlerische Arbeit als Malerin wichtig. Uwe Brosch ist Liedermacher, Lyriker und Kinderbuchautor.