Die Kreisverwaltung in Kleve. Foto: Rüdiger Dehnen
24. Juli 2026 Von NN-Online · Niederrhein

Kreis Kleve erreicht erstes Etappenziel beim flächendeckenden Breitbandausbau

Glasfaser ist damit für über 13.000 Haushalte, Schulen und Unternehmen verfügba

KREIS KLEVE. Der Kreis Kleve schließt das Förderprogramm „weiße Flecken“ im Breitbandausbau erfolgreich ab. Nachdem bereits im Sommer 2023 das „Projektgebiet Süd“ mit den Kommunen Geldern, Issum, Kerken, Rheurdt, Straelen und Wachtendonk fertiggestellt werden konnte, sind nun auch in den weiteren Städten und Gemeinden die letzten Arbeiten erfolgt. Dies betrifft das „Projektgebiet Mitte“ mit Kalkar, Rees, Uedem, Wallfahrtsstadt Kevelaer und Weeze sowie das „Projektgebiet Nord“ mit Bedburg-Hau, Emmerich am Rhein, Goch und Kleve.

„Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein im Gigabitausbau im Kreis Kleve erreicht und die Adressen mit den schwächsten Übertragungsraten an die ‚Datenautobahn‘ angeschlossen“, sagt Landrat Christoph Gerwers. „Der Abschluss dieses ersten Projekts ist ein wichtiger Schritt für die digitale Zukunft des Kreises Kleve: Eine leistungsfähige Gigabitversorgung ist ein entscheidender Standortfaktor für Wirtschaft, Bildung und Lebensqualität. Es ist aber nur ein Etappenziel auf dem Weg, das gesamte Kreisgebiet an ein leistungsfähiges Breitbandnetz anzubinden.“ Insbesondere im ländlichen Raum schaffe der konsequente Breitbandausbau die Grundlage für digitales Arbeiten, Lernen und Leben und stärke damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Im Rahmen des so genannten Förderprogramms „Weiße Flecken“ wurden bislang unterversorgte Gebiete durch die Firma Deutsche Glasfaser mit einer leistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur erschlossen. Die Investitionskosten in Höhe von rund 64 Millionen Euro setzen sich zusammen aus 32 Millionen Euro Fördermittel des Bundes, 25,6 Millionen Euro Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen sowie 6,4 Millionen Euro Eigenmittel der 15 Kooperationskommunen im Kreis Kleve. Durch die Fertigstellung profitieren über 13.000 Haushalte, Unternehmen und Schulen künftig von einer zukunftssicheren Breitbandversorgung.

Der Kreis Kleve bedankt sich bei allen beteiligten Projektpartnern, den ausführenden Bauunternehmen, den beteiligten Kommunen sowie den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und ihr Verständnis für die zahlreichen Baustellen während der Bauphase. Um das Ziel einer flächendeckenden Gigabitversorgung im Kreis Kleve zu erreichen, schließt sich nun der bereits laufende Ausbau der so genannten „grauen Flecken“ an. Als „graue Flecken“ gelten Adressen, die zwar über einen leistungsfähigen Internetanschluss, nicht aber über eine Breitbandverbindung verfügen. Das staatliche Förderprogramm greift ausschließlich dort, wo sich der privatwirtschaftliche Ausbau nicht rechnet. Die Kommunen im Kreis Kleve haben das Unternehmen Epcan mit dem Ausbau beauftragt.

Die Kreisverwaltung in Kleve. Foto: Rüdiger Dehnen

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