Kontaktcafé der Caritas in Kleve schließt für eine Woche wegen Umbau
Eine neue Küche und ein barrierefreier Zugang machen den niederschwelligen Treffpunkt für Rat- und Hilfesuchende fit für die Zukunft. Das Angebot bleibt auf Spenden angewiesen.
KLEVE. Das Kontaktcafé der Caritas in Kleve wird modernisiert. Deshalb bleibt der niederschwellige Treffpunkt für Menschen in schwierigen Lebenslagen von Montag, 10., bis Freitag, 14. August, geschlossen. In dieser Zeit bekommt das Kontaktcafé eine neue Küche und erstmals einen barrierefreien Zugang.
Der Umbau ist notwendig. Die bisherige Küche stammt noch aus dem Jahr 2009, als das Kontaktcafé in den Anbau des Beratungszentrums einzog. Nach 18 Jahren intensiver Nutzung ist sie stark verschlissen. Mit dem barrierefreien Zugang können künftig auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen das Angebot leichter nutzen.
Wie wichtig das Kontaktcafé für viele Menschen ist, zeigen die Zahlen: Mehr als 7.500 Besucher wurden allein im vergangenen Jahr gezählt. Sie finden hier einen Ort zum Ankommen, können Kontakte knüpfen, einen Kaffee trinken oder gegen einen kleinen Kostenbeitrag frühstücken. Zudem haben sie die Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen und regelmäßig Kleidung sowie Brot- und Kuchenspenden mitzunehmen.
„Für viele Menschen ist das Kontaktcafé ein Stück Alltag und gleichzeitig der erste Schritt in eine weiterführende Beratung. Wer Unterstützung bei Schulden, Behördenangelegenheiten, Wohnungsproblemen, Sucht oder anderen persönlichen Herausforderungen braucht, findet hier unkompliziert Hilfe“, sagt Barbara Kortland, die als Leiterin der Beratungsstelle für Suchtfragen auch für das Kontaktcafé verantwortlich ist. „Deshalb investieren wir ganz bewusst in die Zukunft dieses Angebots. Mit der neuen Küche und dem barrierefreien Zugang schaffen wir bessere Bedingungen – für unsere Gäste und für unsere Mitarbeitenden.“
Die Caritas finanziert das Kontaktcafé zu einem großen Teil aus Spenden. Gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die auf das Angebot angewiesen sind. „Jede Spende hilft dabei, dass wir diesen Ort der Begegnung und Unterstützung dauerhaft erhalten können“, sagt Barbara Kortland.