„Koalitionsbeschlüsse belasten lokale Betriebe“
Handwerk im Kreis Kleve schlägt Alarm
KREIS KLEVE. Die Kreishandwerkerschaft Kleve äußert deutliche Kritik an den jüngsten Ergebnissen der Koalition. Angesichts der angespannten Ertragslage vieler Handwerksbetriebe im Kreisgebiet warnt die Interessenvertretung davor, den Entlastungsdruck der Bundespolitik einseitig auf die lokalen Unternehmen abzuwälzen. Die geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte möge gut gemeint sein, stoße im Klever Handwerk aber auf Unverständnis. Was politisch als Entlastung deklariert werde, stelle viele Betriebe vor Ort, die ohnehin mit hohen Kosten und zunehmenden bürokratischen Anforderungen konfrontiert seien, vor massive finanzielle Herausforderungen. Die Entscheidung der Koalition lade den Entlastungsdruck direkt bei den Betrieben ab. Besonders kritisch werdegesehen, dass die Politik Erwartungen bei den Mitarbeitern wecke, die viele kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund der aktuellen Kostenstrukturen nicht erfüllen könnten. Die Senkung der Mineralölsteuer um 17 Cent werde zwar als richtiger Schritt gewertet, reiche jedoch bei weitem nicht aus, um die steigenden Material- und Lohnkosten aufzufangen. Die Kreishandwerkerschaft Kleve warnt davor, dass den Betrieben durch diese Maßnahmen die notwendige Liquidität für wichtige Investitionen entzogen werde. Besonders in Zeiten von Transformationsprozessen und notwendigen Umstrukturierungen benötigten die Handwerksunternehmen im Kreis Kleve Planungssicherheit und echte steuerliche Entlastungen statt zusätzlicher Kostenlasten.