KI in der Pflege
Staatssekretär Matthias Heidmeier im Austausch mit dem Caritasverband
In einer Live-Demonstration des digitalen Sprachassistenten voize zeigten zwei Mitarbeiter des Clemens-Hauses, wie Künstliche Intelligenz die Pflegekräfte des Caritasverbandes im Arbeitsalltag seit Neuestem konkret unterstützt. Die sprachbasierte Dokumentation reduziert den zeitlichen Aufwand der Mitarbeiter deutlich und sorgt dafür, dass Pflegefachkräfte wieder deutlich mehr Zeit für die Betreuung der Bewohner haben. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität der Dokumentation, da Informationen unmittelbar erfasst und automatisch weiterverarbeitet werden. Durch das direkte Einsprechen gehen keine Informationen verloren und alle relevanten Daten sind jederzeit verfügbar. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten und erfordert keine IT-Kenntnisse. Auch Staatsekretär Heidmeier ließ sich von der Begeisterung der Mitarbeiterinnen anstecken und lud diese zu einer Veranstaltung des Ministeriums ein, auf der der Einsatz von KI in der Pflege ebenfalls vorgestellt werden soll.
Im anschließenden Austausch ging es jedoch bewusst auch um strukturelle Herausforderungen der Pflege insgesamt, insbesondere die stark steigenden Kosten in der stationären Versorgung. Der Caritasverband stellte Vorschläge vor, wie sich durch eine Änderung der regulatorischen Vorgaben die Bau- und Investitionskosten im Pflegebereich wirksam begrenzen lassen, ohne Abstriche bei der Versorgungsqualität zu machen.
„Wir setzen uns dafür ein, dass ein Platz im Seniorenheim für die Menschen bezahlbar bleibt und sie keine immer höheren Eigenanteile tragen müssen“, betonte Karl Döring, Vorstand des Caritasverbands Geldern-Kevelaer. Die vorgestellten Ansätze zur Begrenzung der Investitionskosten wurden mit dem Staatssekretär offen und konstruktiv diskutiert.
Darüber hinaus fand ein intensiver Austausch zu verzögerten Pflegesatzverhandlungen sowie zur Organisation und Finanzierung von Quartiersarbeit statt. Neben Staatssekretär Heidmeier nahmen auch dessen Referentin für Pflege, Katharina Contrino-Reichert, Caritasvorstand Stephan von Salm-Hoogstraeten, Bereichsleiter Dirk Winthuis, die Digitalisierungsbeauftragte Dr. Julia Meißner sowie Anne Eckert und Dr. Nora Pietsch vom Diözesan-Caritasverband an der Diskussionsrunde teil.