Jubiläen und Blütenpracht
Heinz Manten bestückt die seit zehn Jahren die Grüne Woche mit Azaleen
GELDERLAND. Seit zehn Jahren bestückt Heinz Manten aus Geldern die NRW-Halle der Grünen Woche in Berlin mit seinen Azaleen. Als Mitglied des Vereins Agrobusiness Niederrhein trifft er sich jährlich mit Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin des Vereins, in Berlin. Zusammen präsentieren sie die Bedeutung die Grüne Branche vom Niederrhein und zeigen wie die Schönheit von Blumen und innovative Technologien zusammenpassen.
Die teilweise über 30 Jahre alten Azaleen von Heinz Manten sind ein wahrer Blickfang. Einige von ihnen wurden im Laufe der Jahre mit viel gärtnerischem Geschick in eine sogenannte „Pyramidenform“ geschnitten und erreichen eine Höhe von bis zu 1,80 Meter. Doch Heinz Manten ist es nicht nur ein Anliegen, für die schöne Optik der Halle zu sorgen. Auch wenn der Gärtner die geschäftlichen Themen schon vor einigen Jahren an die jüngere Generation abgegeben hat, liegt ihm die Entdeckung neuer Sorten im Blut. Früher züchtete er mit großer Leidenschaft, diese Aufgabe liegt heutzutage teilweise in den Händen von Forschungsunternehmen. Vor drei Jahren gab es eine spannende Entdeckung auf einem Feld seines Sohnes: Zwischen den Tausenden von Eriken war eine dabei, die sich viel später in der Entwicklung befand. Während die anderen bereits in voller Blüte standen, war diese noch grün und knospig. Normalerweise wäre diese „Spätzünderin“ unter all den früher blühenden Pflanzen nicht vermarktbar gewesen und auf dem Kompost gelandet, doch Heinz und sein Sohn ahnten, dass es sich um eine seltene Mutation handelte, und vermehrten die Pflanze. „Diese Erica gracilis kommen sehr spät in Blüte und haben in diesem Jahr sogar Frost von minus sechs Grad unversehrt überstanden. Das kann zu späteren Zeiten im Jahr ein wahrer Schatz für unseren oder den südeuropäischen Markt sein, wenn die anderen Sorten bereits verblüht sind!“ Für Heinz Manten steht fest: Die Tradition der Grünen Woche soll noch so lange wie möglich aufrechterhalten werden. Gemeinsam mit dem Verein Agrobusiness Niederrhein möchte er noch viele weitere Jahre die Menschen in Berlin mit seinen Pflanzen begeistern.