Isabella holt sich die Krone
Der Vorlese-Wettbewerb macht Station in der St. Markus Grundschule am Standort Hasselt
HASSELT. Das „Vorlesezimmer“ der St. Markus Grundschule am Standort Hasselt ist auf Hochglanz poliert und bunt geschmückt. Heute findet der Vorlesewettbewerb „Lesekönig“ für die dritte Klasse statt und die Jury wird mit frischem Kaffee und leckeren Keksen verwöhnt. Über den tollen Empfang freuen sich die Juroren natürlich und schnell wird klar, dass das am Ende keine leichte Entscheidung wird, denn alle hätten es verdient, den Titel zu ergattern.
Die Kinder haben vorher selbst abgestimmt, wer antreten darf. Und weil es für die Jury heute die letzte Station ist, dürfen die beiden Ersatz-Leser auch gleich mit antreten. Eine Ausnahme, wohlgemerkt. Als erster Vorleser nimmt Lino Platz und erklärt, weshalb sein Favorit „Detektiv Ameisis. Ein fast unlösbarer Fall“ von Matthias Kröner ist. Bisher war Ameisenbär Afri Ameisis als Privatschnüffler nicht besonders erfolgreich. Doch als sich sein erster Auftrag, die Entführung von Naomi Nasoni, als Komplott herausstellt und dann seine Kinder in größte Gefahr geraten, weiß Afri: Es ist an der Zeit, den Irrsinn in dieser Stadt zu stoppen. Lino liest aus dem 1. Kapitel vor und es gelingt ihm, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Dann ist Lenni an der Reihe. Er liest aus „Zwei sind eine Bande“ von Jasmin Schaudinn. Nach einer kurzen Inhaltsangabe geht es mittenrein ins Nachbarschaftsfest und den beiden Freunden Kofi und Lille gelingt es tatsächlich, dass sich die Erwachsenen im Viertel wieder vertragen. Applaus für Lenni, gut gemacht!
Mats liest mit guter Betonung und hochkonzentriert. Schließlich hat er ein spannendes Kapitel aus „Detektiv Ameisis“ ausgewählt, denn der Ameisenbär mogelt sich auf eine Versammlung und könnte jeden Moment auffliegen... Leonard ist als nächster an der Reihe. Er liest aus „Die Pausen-Kicker“ von Andreas Schlüter. Hier geht’s, das verrät schon der Buchtitel, ums Fußballspielen. „Ich mag das Buch, weil ich Fußball mag und weil es um Zusammenhalt geht“, sagt Leonard und legt los. Die Lehrerkonferenz hat beschlossen, dass an der Schule ein Fußballprojekt startet. Allerdings müssen alle mitmachen, und davon sind weder die „Profis“ noch die Mädchen der Kajal-Clique begeistert... Und schon geht es weiter mit Lia, die sich ebenfalls für „Zwei sind eine Bande“ entschieden hat und ihre Textpassage souverän vorträgt. Vorab erklärt sie, dass dieses Buch ihr Favorit ist, weil es auf der einen Seite lustig, auf der anderen aber auch sehr spannend ist.
Isabella ist auch bestens vorbereitet. Sie hat sich für „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler entschieden. Die kleine Hexe muss dringend üben, denn noch will es nicht so richtig klappen mit dem Hexen. Der Rabe Abraxas sieht das Unheil schon kommen, denn beim Regen-Zauber „regnet“ es erst Mäusche, dann Frösche und dann sogar Buttermilch. Isabella liest hervorragend und erntet den verdienten Beifall für ihren Vortrag. Manuel liest aus Katalina Brauses „Abenteuer in Müffel-Büffel – Hier stinkt’s gewaltig“. Die Aufregung ist groß: In Müffel-Büffel werden nämlich Rinder geklaut! Das passt Chili und Chayenne bestens, denn die Freundinnen wollen unbedingt Abenteuer erleben. Applaus für Manuel, „Bühne frei“ für Matilda, die heute mit „Zwei sind eine Bande“ den Wettbewerb beschließt. Da hätte man noch stundenlang zuhören wollen, aber dann ist die Vorleserunde auch schon wieder vorbei. Für die Jury, Stefan Wolters von der Sparkasse Rhein-Maas, Sigrun Hintzen von der gleichnamigen Klever Buchhandlung, und NN-Redakteurin Verena Schade, heißt es nun: Punkte zusammenzählen und diskutieren. Fest steht: Alle haben das super gemacht und jeder hätte es verdient, zum Lesekönig gekürt zu werden. Knapp die Nase vorn hat schließlich Isabella Maaßen, die neue Lesekönigin der Hasselter Grundschule, gefolgt von Lia Ebben van Bürck auf dem zweiten Platz und Mats Ridder auf Platz 3. Schön war‘s!
Fleißig gebastelt wurde auch am Schul-Standort Hasselt. NN-Foto: vs
Applaus für die mutigen Vorleser und die Mitschüler, die aufmerksam zugehört haben. NN-Foto: vs