Insignien aus Kevelaer für einen Pilger, der Bischof wurde
Bischof Cornelissen füht sich der Wallfahrtsstadt am Niederrhein sehr verbunden
KEVELAER. Mgr. Ronald G.W. Cornelissen wurde im Jahr 2025 von Papst Leo XIV zum Bischof des Bistums Groningen – Leeuwarden (NL) ernannt, und im Oktober in Groningen geweiht. Bischof Ronald ist in Kevelaer kein Unbekannter. Seit seiner Kindheit fühlt der Niederländer sich durch eine Vielzahl von Wallfahrten mit der Stadt, und vor allem mit der „Trösterin der Betrübten“ eng verbunden. Auch während seines Studiums, und der Ausbildung zum Priester hat er sich über Wochen als Praktikant im Wallfahrtsgeschehen eingebracht. Seine erste Reise als Bischof führte ihn nach Kevelaer.
Zur Bischofsweihe im Oktober 2025, und nun zu Pfingsten 2026 erhielt Bischof Ronald die Insignien, die in ihrer Gestaltung seine „Pilgerschaft“ besonders zum Ausdruck bringen sollen. Ring, Pektorale (Brustkreuz) und Stab hat der Kirchengoldschmied Norbert van Ooyen, den der Bischof schon seit Langem kennt, für Cornelissen entworfen und ausgeführt.
Zahlreiche symbolische Aussagen fanden Beachtung, die auch im Bischofswappen verwendet wurden. Im schlichten Goldring ist ein leuchtend blauer Lapis Lazuli gefasst – Blau, die Farbe des Marianischen, Gold für das Göttliche. Das Besondere am Material ist, es wurde aus Schmuckstücken gemacht, die in Cornelissens Familie gesammelten wurden.
Anker mit Jakobsmuschel bilden das Zentrum des silbernen Kreuzes. Symbole für Hoffnung und Pilgern. Auch dabei fand das Gold der Familie Verwendung. Beim Stab streckt sich über das zentrale Motiv, dem vergoldetet Anker, die Jakobsmuschel zu einer dynamischen Krümme. Der Pilgerstab wird zum Bischofstab.
In den Knauf ist der Wahlspruch des Bischofs ziseliert, „Peregrinantes in Spem“. Das Leitmotiv des noch von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahres 2025. Frei übersetzt „mit Hoffnung Pilger sein“. Letztlich ist auf der Rückseite der Kugel noch das vergoldete Jerusalem-Kreuz auflegt. Symbol des Ritterlichen Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, in den Cornelissen 2021 aufgenommen wurde.
Den Stab wird Bischof Cornelissen zum Abschluss der österlichen Zeit am Pfingstsonntag zum ersten Mal benutzen.