Hölle von Haldern wird ein Opfer der Hitze
Organisatoren des Halderner Volkslaufs mussten die Notbremse ziehen
HALDERN. Die wesentlichen Vorbereitungen waren abgeschlossen, die letzten Arbeiten durchorganisiert und viele helfende Hände waren bereit. Doch am Freitagnachmittag war das Orga-Team des Halderner Lauftreffs gezwungen, seine bisher härteste Entscheidung in den letzten 25 Jahren zu treffen. Der Halderner Volkslauf am Sonntag kann nicht stattfinden. Zwar sagte der Wetterbericht für Sonntag „nur“ noch Temperaturen von 30°C voraus.
Doch wurde ebenfalls prognostiziert, dass es nachts etwas regnen wird, sodass die Luft am Sonntagmorgen bereits besonders schwül und stickig sein würde. Dazu sagten einige Wetterdienste Hitzegewitter ab den Mittagsstunden vorher, womöglich genau dann, wenn der Schüler- oder der Bambinilauf stattfindet. „Das Risiko, die Gesundheit der Läufer und Läuferinnen sowie der Helferinnen und Helfer zu gefährden, ist unkalkulierbar und damit zu groß.“
Nachdem die schwer erträgliche Hitzewelle den Niederrhein diese Woche fest im Griff hatte, wäre Laufen durch eine aufgeheizte Landschaft bei feuchter und schwüler Luft ein Risiko gewesen. Ein paar Grad weniger als zuletzt hätten keine nennenswerte Erfrischung gebracht. Auch wenn der Halderner Volkslauf aufgrund der oft herrschenden Wetterbedingungen gerne die „Hölle von Haldern“ genannt wird; solche extremen Bedingungen hat es bislang nicht gegeben. Und so wurde nach ärztlicher Rücksprache folgerichtig die Entscheidung getroffen, dass der Halderner Volkslauf am Sonntag auch nicht stattfinden darf. „Wir müssen nicht nur die Sportler schützen,“ erläutert Mike Hockert vom Orga-Team. Denn auch die vielen Helfer wären den Wetterbedingungen ausgesetzt; darunter auch viele Rentner und Kinder. Und der Hauptteil der noch ausstehenden Arbeit wäre der Aufbau im Lindenstadion am Samstag. Da wäre das Helfer-Team der Sonne und Temperaturen in Richtung 40°C ausgesetzt. Auch daher blieb den Organisatoren des Halderner Lauftreffs leider keine Wahl, erläutert Hockert: „Das Risiko, die Gesundheit der Läufer und Läuferinnen sowie der Helferinnen und Helfer zu gefährden, ist unkalkulierbar und damit zu groß. Leider, leider fällt der Volkslauf 2026 aus.“
Die weitere Vorgehensweise wird nun intern besprochen werden; ob es vielleicht einen Wiederholungstermin geben wird, insbesondere wegen der Wertung mit dem Rheinlauf zum Reeser LaufCup ist noch offen.