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Stellten das Stelen-Projekt, die Herbstausstellung und das diesjährige Winterleuchten vor: (v.l.) Jennifer Sieben („frau sieben“), Franz-Josef Spolders, Franz Kubon, Uli König, Jürgen Giesen, Karl-Heinz Pastoors und Gerd Haberstock (alle HVV). NN-Foto: Thomas Langer
23. November 2024 · Thomas Langer · Geldern

Hier blüht das Dorfleben

Herbstausstellung, Stelen-Projekt und „Winterleuchten“ zeugen von regem Treiben in Geldern-Veert

VEERT. Auch in einer kleinen Ortschaft kann einiges los sein, wie man an Veert sieht: Neben dem Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) mit seiner kommenden Herbstausstellung und einem neuen Stelen-Projekt sind auch andere im Ort sehr umtriebig: am Ende des Monats steht nämlich wieder das „Winterleuchten“ auf dem Programm.

Das Dorfbild des alten Veert und seine Geschichte aufzeigen: So beschreibt Franz Kubon das Ziel des neuen Stelen-Projekts. „Wir legen Wert darauf, das, was verschwunden ist, wieder lebendig zu machen.“ Wie das gelingen kann, zeigt schon jetzt die erste von insgesamt fünf Stelen, die in der kommenden Zeit aufgestellt werden sollen. Direkt am Vereinsbaum finden Interessenten Bilder von und einen kurzen Infotext über das Wohn- und Fabrikgebäude der Familie Aenstoots. Bis zu einem Brand im Jahr 1954 prägte es für lange Zeit das Ortsbild. Wer tiefer in die Geschichte dahinter eintauchen möchte, kann den QR-Code auf der Tafel einscannen.

„Gerd Haberstock hat sich um die technische Ausführung gekümmert und Karl-Heinz Pastoors und Uli König haben den Inhalt aufbereitet und zusammengestellt“, erklärt Kubon. Gleichzeitig baue man auf der Arbeit und dem Wissen des in diesem Jahr verstorbenen Rudi Geese auf. Doch auch ohne die Zuschüsse der Stiftung der Volksbank an der Niers wäre das Projekt undenkbar, betont er. Die nächsten Stelen sollen am Markt, am Niers-Café, an der Kirche und an der Schule verwirklicht werden.

Geplant ist, die historischen Stelen in Zukunft auch in die Vereinsarbeit zu integrieren. Dabei denken die Mitglieder an einen nachmittäglichen Rundgang durch Veert. „Dann haben wir schon mal ein Konzept. Die Stelen passen perfekt dazu“, findet Kubon.

Eine andere Neuerung betrifft den Verein selbst: ab Januar 2025 öffnet die Heimatstube dienstags von 17 bis 19 Uhr seine Pforten. „Wir müssen zukunftsorientiert denken, denn wie geht es weiter?“, sagt Franz-Josef Spolders. „Mit der Anpassung möchten wir versuchen, einen weiteren Kreis anzusprechen.“ Dabei ist es egal, ob es lediglich um jüngere Besucher geht oder konkret um neuen Nachwuchs: Der Verein trägt mit der Maßnahme der veränderten Lebenswirklichkeit vieler, vor allem jüngerer Menschen Rechnung, besonders mit Blick auf den Beruf.

Historische Postkarten

Zu einem aktiven, lebendigen Veert trägt der Verein auch mit seiner jährlichen Herbstausstellung bei, die sich dieses Jahr um historische Postkarten aus Veert und der Umgebung dreht. Großformatige Kopien von gut 95 Postkarten liegen in wenigen Tagen in der Heimatstube zur Ansicht bereit. „Sie stammen alle aus unserem Archiv“, erzählt Franz Kubon. Sie teilen sich in verschiedene Kategorien, darunter Veert, die Stadt Geldern und die Ortschaften. Zu sehen sein werden viele prägende Orte und Gebäude, aber auch einige Motive, die der Heimatverein bislang noch nicht einordnen konnte. Daher hoffen die Vereinsmitglieder, hierbei auch vom Wissen ihrer Besucher profitieren zu können, um die Lücken zu schließen.

Die Postkarten holen die alten Stadt- und Dorfbilder zurück in die Gegenwart. Gleichzeitig macht die Inklusion der Ortschaften einen Besuch auch für Nicht-Veerter interessant. So kann jeder Gast seine Heimat neu entdecken. Das schließt unter anderem Gaststätten, Marktplätze, Straßen, aber auch das alte Rathaus in Geldern, die Kasematten sowie das Kloster St. Bernardin ein.

Hinzu kommen die Kategorien Niers und Schloss Haag/Williksche Mühle. „Vor allem an der Niers spielte sich viel vom gesellschaftlichen Leben ab“, erzählt Franz Kubon. Dennoch gebe es auch hier noch ein paar blinde Flecken, wie er gesteht Umso mehr freut sich der Verein darauf, wenn die Bilder Erinnerungen auffrischen und Austausch anstoßen.

Zu sehen sein wird die Ausstellung am Samstag, 30. November, von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 1. Dezember, von 11 bis 17 Uhr. An diesen beiden Tagen findet nämlich wieder das „Winterleuchten“ in Veert statt.

Gemütlicher Adventsmarkt

Dieses organisiert Jennifer Sieben zusammen mit ihrem Partner BlendEvents ein weiteres Mal zentral am Marktplatz. Sollte er bis dahin fertiggestellt sein, soll mit dem Winterleuchten auch der neue Pavillon seinen Einstand feiern.

Möglich wird der Adventmarkt vor allem durch die ausgeprägte Zusammenarbeit im Ort. In diesem Sinne hat nicht nur eine Freundin von Jennifer Sieben, Johanna Hachmann, ihren Beitrag in Form eines kleinen Gesangsauftritts angekündigt. „Es sind auch wieder viele Vereine mit dabei, wir haben fast 20 Stände“, sagt Sieben. Darunter finden sich etwa der VVK, der Heimatverein und die hiesigen Fördervereine. „Auch die Pfadfinder nehmen teil“, entzünden ein Lagerfeuer und versorgen ihre Gäste mit gebrannten Mandeln. Diese bleiben aber nicht der einzige Snack. Leckereien wie zum Beispiel Crêpe und Schoko-Kebab sorgen für ein breites gastronomisches Angebot.

„Es wird ein richtiges Event“, verspricht Jennifer Sieben. „Wir haben dieses Jahr wieder eine riesige Auswahl an Kunsthandwerk. Neu ist hingegen eine Curling-Bahn.“ Wie weit die Anstrengungen reichen, um den Besuchern etwas ganz Besonderes zu bieten, zeigt auch das Highlight in diesem Jahr: der einstündige Auftritt der gebürtigen Niederrheinerin und Deutschpop-Musikerin Barbara Greshake am Samstag um 15 Uhr.

Trotz des ausgefeilten Angebots wolle man das Winterleuchten aber nicht zu groß aufziehen, sagt Sieben. Im Mittelpunkt steht nämlich vor allem eines: eine Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche in gemütlicher Atmosphäre. Im Heimatverein lobt man das Engagement ausdrücklich. „Das Dorfleben ist noch da“, sagt Franz Kubon.

Das Winterleuchten findet am Samstag, 30. November, von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag, 1. Dezember, von 11 bis 17 Uhr statt.
So sieht es in Veert schon lange nicht mehr aus. Foto: privat

So sieht es in Veert schon lange nicht mehr aus. Foto: privat

Das Winterleuchten in Veert hält von Kunsthandwerk bis hin zu Leckereien einiges bereit. Foto: privat

Das Winterleuchten in Veert hält von Kunsthandwerk bis hin zu Leckereien einiges bereit. Foto: privat Foto: privat

Stellten das Stelen-Projekt, die Herbstausstellung und das diesjährige Winterleuchten vor: (v.l.) Jennifer Sieben („frau sieben“), Franz-Josef Spolders, Franz Kubon, Uli König, Jürgen Giesen, Karl-Heinz Pastoors und Gerd Haberstock (alle HVV). NN-Foto: Thomas Langer

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