Comeback auf dem Nürburgring
Doppelsieg für Norick Tschauder in der Königsklasse „Superbike open“
GELDERLAND. Ein fulminantes Comeback auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings feierte der Motorradrennfahrer und Wahl-Walbecker Norick Tschauder in der Internationalen Bike Promotion Meisterschaft (IBPM). Nur wenige Wochen nach einem schweren Sturz im tschechischen Brünn meldete sich der 24-jährige Ingenieur, der hauptberuflich bei Rheinmetall arbeitet, mit einem beeindruckenden Doppelsieg in der Königsklasse „Superbike open“ zurück.
Nachdem Tschauder in den vergangenen drei Jahren sensationell drei Meistertitel in Folge in der Supersportklasse einfahren konnte, verlief der diesjährige Aufstieg in die höchste Klasse zunächst holprig: Auf einen starken zweiten Platz im ersten Rennen des ersten Meisterschaftslaufes in tschechischen Brünn folgte im zweiten Rennen ein schwerer Sturz – und das in Führung liegend. Doch bereits im Zeittraining zum zweiten Meisterschaftslauf setzte der Körrenziger in der Eifel das nächste Ausrufezeichen: In einem hochkarätigen Schlagabtausch, bei dem die Spitze die magische Zwei-Minuten-Marke knackte, sicherte sich Tschauder mit einer Fabelzeit von 1:59,447 Minuten die Pole-Position und distanzierte seinen härtesten Rivalen Danijel Peric um stolze fünf Zehntelsekunden.
Das Rennwochenende entwickelte sich wegen mehrerer Stürze im Feld zu einer mentalen Zerreißprobe. Im ersten Lauf am Samstag behielt der junge Ingenieur trotz zweier Rennabbrüche die Nerven, gewann jeweils den Start und sicherte sich den Laufsieg von der Spitze aus. Auch am Sonntag bot sich den Zuschauern am Ring ein ähnliches Bild: Nach einem erneuten Abbruch kam es im Re-Start zu einem packenden Rad-an-Rad-Duell mit IDM-Gaststarter Dominik Rubin. Rubin überquerte in der allerletzten Runde zwar hauchdünn als Erster die Ziellinie, da Gastfahrer jedoch keine Punkte erhalten, ging der volle Saisonsieg an den Körrenziger.
Mit diesem maximalen Erfolg meldete sich das Ausnahmetalent aus dem Kreis Düren eindrucksvoll zurück. Dass Tschauder das Zeug für den nächsten Karriereschritt hat, steht außer Frage. Ein Aufstieg in die Euro-Moto Pro Superstock ist das große Ziel. Ein solches Projekt ist im Spitzen-Motorsport jedoch ein enormer finanzieller Kraftakt: Ein großes Dankeschön des Teams gilt daher den treuen, aktuellen Sponsoren, ohne deren Unterstützung diese Erfolge gar nicht möglich wären. Um den Sprung im kommenden Jahr endgültig zu realisieren, ist das Team nun auf der Suche nach weiteren starken Partnern und Unterstützern aus der Region. Norick Tschauder blickt bereits nach vorne: „Vielleicht wagen wir schon in dieser Saison einen Gaststart bei der Euro-Moto, wenn wir ein paar zusätzliche Sponsoren finden, um das auch finanziell stemmen zu können. Das entscheidet sich hoffentlich in den nächsten Wochen.“