Rundgang bei Heynen Kartonagenfabrik mit Vertretern von Agrobusiness Niederrhein und Heynen, Foto von Agrobusiness Niederrhein.
13. Juli 2026 Von NN-Online · Kleve

Heynen öffnet seine Türen

Nachhaltige Verpackungen im Fokus

KLEVE. Bei einem Besuch der Heynen GmbH & Co. Kartonagenfabrik KG in Kleve erhielten die Mitglieder des Netzwerkvereins Agrobusiness Niederrhein kürzlich eine spannende Führung durch das Industrieunternehmen. Seit rund einem Jahr gehört die Kartonagenfabrik dem Netzwerk an – nun öffnete sie ihre Türen für eine Betriebsbesichtigung.

Gegründet im Jahr 1912, blickt die Heynen GmbH auf eine lange Tradition zurück. Heute ist sie Teil der HZI-Gruppe und beschäftigt rund 50 Mitarbeitende am Standort in Kleve, der im Zuge eines Neubaus Ende der 1970er-Jahre bezogen wurde. Trotz der Einbindung in die größere Unternehmensgruppe versteht sich Heynen weiterhin als mittelständisch geprägter Betrieb mit Fokus auf individuelle Lösungen. Produziert werden Verpackungen aus Vollkarton. „Wir setzen auf passgenaue Verpackungslösungen, die exakt auf die Anforderungen unserer Kunden abgestimmt sind. Die Größe der Auflagen variiert dabei stark: Sie reichen von einer Mindestabnahme von 5.000 Stück bis hin zu Produktionsmengen von über einer Million“, erklärt Daniel Fehlemann, der im Vertrieb tätig ist. Etwa 50 Prozent der Produkte kommen im Lebensmittelbereich zum Einsatz, darüber hinaus werden zahlreiche weitere Branchen bedient. Für die Grüne Branche gehören dazu unter anderem Pflanzentrays aus Vollpappe, Tragekartons für Kartoffeln und Eier sowie Schalen für Erdbeeren und Verpackungen für Saatgut.

Während der Führung erhielten die Besucher einen Überblick zu den verschiedenen Produktionsbereichen, von der Druckhalle über die Stanz- und Falzanlagen bis hin zum Lager. Von der ersten Idee bis zur fertigen Verpackung können – je nach Komplexität – wenige Wochen bis hin zu mehreren Jahren vergehen. Dabei sind der Gestaltungsvielfalt kaum Grenzen gesetzt. Ganz im Sinne des Mottos: „Ihre Wünsche – wir erfüllen.“ Nachhaltigkeit hat bei Heynen einen hohen Stellenwert – besonders überzeugend ist dabei das Produkt selbst. Rund 80 Prozent der eingesetzten Materialien bestehen aus Recyclingfasern, ergänzt durch Frischfasern, die insbesondere für Stabilität und Hygieneanforderungen in der Lebensmittelindustrie notwendig sind. Sämtliche Produkte sind vollständig recyclingfähig. „Unser Ziel ist es, Verpackungen so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten und gleichzeitig höchste Qualitätsanforderungen zu erfüllen“, so Daniel Fehlemann.

Auch mit Blick auf die Zukunft investiert Heynen kontinuierlich in moderne Maschinen und optimierte Prozesse. Darüber hinaus sind sie über die HZI-Gruppe an innovativen Lösungen beteiligt, um künftigen europäischen Vorgaben gerecht zu werden – beispielsweise an der Entwicklung nachhaltiger Alternativen zu Kunststoffverpackungen.

Im Anschluss an die Führung nutzten die Teilnehmenden bei Snacks und Getränken die Gelegenheit zum intensiven Austausch. „Das Netzwerken sind für uns von großer Bedeutung, so entstehen neue Ideen, neue Kooperationen und wir können auf unsere Arbeit aufmerksam machen“, betont Fehlemann. „Daher sind wir im letzten Jahr Mitglied bei Agrobusiness Niederrhein geworden!“ Mit Veranstaltungen wie dieser unterstreicht Heynen nicht nur seine Transparenz, sondern auch den Anspruch, aktiv an der Weiterentwicklung der Branche mitzuwirken.

Beim Rundgang (v.l.): Marcus Trappe (Agrobusiness Niederrhein), Daniel Bodden (Heynen Kartonagenfabrik), Dr. Anke Schirocki (Agrobusiness Niederrhein) und Robert Dübbert (Heynen Kartonagenfabrik). Foto: Agrobusiness Niederrhein

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