Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Die Klassenkameraden sind stolz auf die Leistung „ihrer“ mutigen Vorleser. NN-Foto: vs
14. März 2026 · Verena Schade · Lesekönige

Greta liest sich zum Sieg

In der St. Markus Grundschule wurde wieder nicht nur gelesen, sondern auch fleißig gebastelt

SCHNEPPENBAUM. In der St. Markus Grundschule sind heute viele Kinder sehr gespannt, denn auch in diesem Jahr geht es um die Suche nach dem neuen Lesekönig. Hier wurde nicht nur fleißig gelesen, sondern auch ganz viel gebastelt. Dabei sind richtig tolle Kunstwerke entstanden.

Jan ist an diesem Morgen der erste Vorleser. Er liest eine Passage aus „Zwei sind eine Bande“ von Jasmin Schaudinn. Kofi und Lille sind beste Freunde und suchen ein Geheimversteck für ihre Bande. Jan liest souverän und erweckt die Protagonisten zum Leben. Das Eis ist gebrochen und das Publikum mucksmäuschenstill, als Mia auf dem Vorlesestuhl Platz nimmt. Sie liest zügig aus Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“, den Klassiker in der diesjährigen Vorleserunde. Die kleine Hexe schmuggelt sich in der Walpurgisnacht auf den Blocksberg, obwohl sie dafür mit 127 Jahren eigentlich noch viel zu jung ist. Es kommt, wie es kommen muss: Sie wird erwischt und landet vor der Oberhexe, die ihr einen Denkzettel verpassen soll. Und dann muss die arme kleine Hexe auch noch drei Tage und drei Nächte bis nach Hause laufen – ihren Besen hat man ihr zur Strafe nämlich auch weggenommen. Applaus für Mia, denn das sie wirklich gut gemacht. Und schon ist Ella an der Reihe. Sie liest aus Katalina Brauses „Abenteuer in Müffel-Büffel – Hier stinkt’s gewaltig“. Die Aufregung ist groß: In Müffel-Büffel werden nämlich Rinder geklaut! Das passt Chili und Chayenne bestens, denn die Freundinnen wollen unbedingt Abenteuer erleben. Dafür werfen sie ihre Lassos, klettern auf Schornsteine und zeigen den Cowboys, dass auch Mädchen ganz schön stark und tapfer sein können.

Um einen Denkzettel für die kleine Hexe geht es auch in dem Kapitel, das sich Mathilda vorgenommen hat. Sie liest konzentriert und mit sehr guter Betonung. Gut vorbereitet hat sich auch Karla, die aus „Zwei sind eine Bande“ liest. Die aufmerksame Zuhörerschaft landet mittendrin im Familientrubel. Erst wird gefrühstückt (bei Kofi, denn bei Lille gibt es nur „gesundes“ Zeug) und dann steht plötzlich ein Baum im Weg, dem es an den Kragen gehen könnte, wenn hier keine Lösung für den Lieferwagen des Gemüsehändlers gefunden wird.

Dann kommt Greta an die Reihe. Sie liest ebenfalls aus „Die kleine Hexe“ und hat sich eine spannende Stelle ausgesucht, die sie souverän und mit starker Stimme vorträgt. Die kleine Hexe ist nämlich stinksauer. Ein Jahr lang hat sie sich bemüht, die Forderungen des Hexenrats zu erfüllen. Am Ende muss sie aber feststellen, dass hier nur eine böse Hexe als gute Hexe gilt. Sie darf nicht mitfeiern und soll stattdessen das Holz für die Walpurgisnacht zusammenzutragen. So nicht, sagt sich die kleine Hexe – und verbrennt alle Bücher und Besen der anderen Hexen, die so gemein zu ihr gewesen sind. Und dann ist es auch schon wieder vorbei. Für die Jury, Stefan Wolters von der Sparkasse Rhein-Maas, Sigrun Hintzen von der gleichnamigen Klever Buchhandlung, und NN-Redakteurin Verena Schade, ist es gar nicht so einfach, denn alle Vorleser ernten reichlich Punkte. Am Ende geht es ganz knapp aus. Den 1. Platz hat sich in jedem Fall Greta Knauth verdient, da ist man sich einig. Der 2. Platz geht an Mathilda Moerkerk, Karla van Beek und Jan Siebers teilen sich Platz 3 – aber natürlich waren auch die anderen Vorleser klasse. Vielen Dank dafür!

Der Wettbewerb: Teilnehmer sind die Geschwister Devries-Schule Uedem, Heinrich-Eger-Schule Appeldorn, St. Luthard-Schule Wissel, St. Markus-Schule Schneppenbaum, St. Markus-Schule Hasselt, Katholische Grundschule St. Antonius Hau, Christophorus-Schule Kranenburg, St. Georg Grundschule Nütterden. Zusätzlich zu den Vorlesewettbewerben gibt es noch Quizrunden und eine Abschlussveranstaltung.

Die Klassenkameraden sind stolz auf die Leistung „ihrer“ mutigen Vorleser. NN-Foto: vs

Prospekte
weitere Artikel