Goch: Massives Feuer im Mehrfamilienhaus
70-jährige Frau erleidet Rauchgasvergiftung
UPDATE: Der Mann, dem vorgeworfen wird, am Mittwoch Feuer in einem Haus gelegt zu haben, um die Vermieterin zu töten, ist nun in Untersuchungshaft gekommen. Der Tatvorwurf lautet versuchter Totschlag in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung (ots).
UPDATE: Am Mittwoch, 28. Januar, gegen 21.15 Uhr brach ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Goch aus. Bei dem Feuer wurde die 70-jährige Eigentümerin verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nicht. Das Haus ist nach dem Brand unbewohnbar. Nach ersten Ermittlungen besteht der dringende Verdacht, dass das Feuer durch einen 34-jährigen Hausbewohner gelegt wurde, um die 70-jährige Vermieterin zu töten. Der Tatverdächtige konnte vorläufig festgenommen werden. Die Polizei Krefeld hat gemeinsam mit der Polizei Kleve eine Mordkommission eingerichtet. Mit Haftbefehlsantrag der Staatsanwaltschaft Kleve wird der Beschuldigte heute dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an (ots).
GOCH. Die Löschzüge Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Goch wurden am Mittwochabend, 28. Januar, 21.20 Uhr, zu einem Gebäudebrand an der Straße Kleinfeldchen in der Gocher Innenstadt alarmiert.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Treppenhaus des rechten Teils des Mehrfamilien-Doppelhauses. Das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl sowie den benachbarten Gebäudeteil übergegriffen. Zunächst wurde mindestens eine Person in dem brennenden Haus vermisst.
Stadtbrandinspektor Stefan Bömler setzte sofort mehrere Atemschutztrupps zur Personensuche und Brandbekämpfung ein. Das Innere des Gebäudes konnte jedoch bereits in einer frühen Einsatzphase nicht mehr betreten werden, das Brandereignis war zu intensiv. Mehrere Strahlrohre, auch über die Drehleiter, wurden vorgenommen. Mit massivem Wassereinsatz konnte ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindert werden. Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand unter Kontrolle. Zwischenzeitlich wurden die Löscheinheiten Pfalzdorf und Hassum zur Unterstützung nachalarmiert. In der Spitze waren 60 Einsatzkräfte vor Ort. Wie sich letztlich herausstellte, befand sich zum Glück keine Person mehr in dem Gebäude. Der zunächst vermisste Mann war in Sicherheit. Eine 70-jährige Frau wurde vom Rettungsdienst mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Auch sie befand sich bei Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr im Gebäude. Der rechte Gebäudeteil des Wohnhauses ist durch den Brand akut einsturzgefährdet. Auch der linke Gebäudeteil ist derzeit nicht bewohnbar. Sieben Personen insgesamt sind davon betroffen. Eine Person musste vorläufig durch das Ordnungsamt untergebracht werden. Die Feuerwehr bedankt sich herzlich bei Anliegern des Brandortes, die ihre Garagen zur Verfügung gestellt haben. Hier konnten sich die eingesetzten Feuerwehrleute kurz bei dem zwischenzeitlich einsetzenden Schneefall im Trockenen ausruhen beziehungsweise ihre nach einem Atemschutzeinsatz verdreckte Kleidung wechseln.
Insgesamt dauerten die Löscharbeiten knapp dreieinhalb Stunden. Die Brandursache ist unklar, die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt.
Die Löscharbeiten dauerten knapp dreieinhalb Stunden. Foto: Torsten Matenaers