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Zahlreiche unterschiedliche Themen wurden beim dritten Nachhaltigkeitstag am Emmericher Gymnasium behandelt. Foto: Anke Szopinski
21. Juli 2025 Von NN-Online · Emmerich

Global denken, lokal handeln

Nachhaltigkeitstag am Willibrord-Gymnasium in Emmerich

EMMERICH. Bereits zum dritten Mal hat am Willibrord-Gymnasium Emmerich der schulweite Nachhaltigkeitstag stattgefunden – in diesem Jahr erstmals mit einem umfassenden Blick auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. In mehr als 24 Workshops und mehreren Exkursionen beschäftigten sich die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis zur EF mit Fragen der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit. Dabei wurde eines deutlich: Nachhaltigkeit ist keine Theorie, sondern gelebte Verantwortung – mitten im Schulalltag.

Während die Oberstufenschüler Exkursionen zu den Stadtwerken Emmerich, dem Unternehmen Probat und der Recyclingfirma Soepenberg in Hünxe unternahmen, tauchten die jüngeren Jahrgänge in ganz unterschiedliche Themenwelten ein: „Was macht mich glücklich?“, „Wie baue ich ein Insektenhotel?“ oder „Was bedeutet eigentlich faire Kleidung?“, lauteten nur einige der vielen Workshoptitel. Auch ganz praktische Fertigkeiten wie das Kochen gesunder Mahlzeiten und das Papierschöpfen fanden großen Anklang.

Ein Kurs widmete sich dem Thema Chancengleichheit: Unter der Leitung von Talentscout Fabian Knoll von der Hochschule Rhein-Waal entdeckten Schüler des Jahrgangs 9 ihre individuellen Stärken und informierten sich über Studienförderprogramme und vor allem über lange und kurze Auslandsaufenthalte schon während der Schulzeit. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltiges Handeln auch bedeutet, soziale Barrieren abzubauen.

Der Kurs zur Geschlechtergleichheit eröffnete den Tag mit einem Quiz, das zum Nachdenken anregte und mit Vorurteilen aufräumte. Ähnlich intensiv verlief auch der Workshop zur Streitschlichtung, in dem die Schüler sich mit Gefühlen und Konfliktlösungen beschäftigten. Der Kurs bot zudem einen Vorgeschmack auf die Streitschlichter-AG, die im kommenden Schuljahr starten wird.

„Die 17 UN-Ziele bieten eine hervorragende Grundlage, um Nachhaltigkeit nicht nur als ökologisches, sondern auch als soziales und wirtschaftliches Thema zu begreifen“, erklärte Lehrerin Katrin Hellmund, die den Tag gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsteam, einer Gruppe von Lehrern und Mitarbeitern des Willibrord-Gymnasiums, plant und organisiert. „Wir wollen den Schülerinnen und Schülern zeigen, dass sie Teil einer globalen Gemeinschaft sind – und dass ihr Handeln zählt.“

Besonders beeindruckend sei gewesen, mit wie viel Neugier und Kreativität sich die Jugendlichen auf die Themen eingelassen hätten: „Ob beim Müllsammeln auf dem Schulhof, beim Basteln mit Recyclingmaterial oder in Gesprächen über soziale Gerechtigkeit – überall spürte man, dass hier eine Generation heranwächst, die Verantwortung übernehmen will.“

Auch der stellvertretende Schulleiter Ralf Wimmers zeigte sich begeistert: „Ein Tag wie dieser macht sichtbar, wie ganzheitlich Bildung heute gedacht werden muss. Unsere Schülerinnen und Schüler erleben, dass sie mit ihren Ideen, Fragen und Projekten wirklich etwas bewegen können. Das Willibrord-Gymnasium versteht sich als Ort, an dem nachhaltiges Denken und Handeln nicht nur vermittelt, sondern auch vorgelebt wird. Ein besonderer Dank gilt unseren Kooperationspartnern, die diesen Tag extrem bereichert und die Gegenwartsbedeutung vieler Themen in die Schule gebracht haben.“

Von vielen Seiten kam der Wunsch, solche Projekte häufiger im Schuljahr zu verankern und das Angebot an Workshops noch weiter auszubauen. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv – viele zeigten sich inspiriert und motiviert, ihre neu gewonnenen Erkenntnisse im Alltag umzusetzen.

Zahlreiche unterschiedliche Themen wurden beim dritten Nachhaltigkeitstag am Emmericher Gymnasium behandelt. Foto: Anke Szopinski

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