Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Im Januar kamen die Mitglieder des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Kleve, darunter auch die zehn direkt gewählten Mitglieder, im Rathaus zusammen. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
21. Februar 2026 · Heiner Frost · Kleve

Gewählt und nicht vorhanden

NN-Serie: Sechs von zehn direkt gewählten Mitgliedern waren erreichbar

KLEVE. Noch vor der letzten Kommunalwahl tauchte in unserer Redaktion die Idee auf, die direkten gewählten Mitglieder des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Kleve in kleinen Poträts vorzustellen.

Der Plan: Die Serie wird irgendwann im neuen Jahr gestartet. Der Auftaktartikel „Ein demokratisches Instrument“ erschien am 10. Januar. Von da an – so der Plan – an jedem Samstag ein Porträt. Vorarbeit war demnach nötig. Erste Vermutung: Mitglieder eines demokratisch gewählten Ausschusses sind für ihre Wähler erreichbar.

Auf einer entsprechenden Seite der Stadt Kleve (ris.kleve.de/gremien) finden sich alle entsprechenden Namen, und: Es gibt die Möglichkeit, mit ihnen über ein entsprechendes Kontaktformular Verbindung aufzunehmen. Die Möglichkeit der Kontaktaufnahme, denkt man, sollte bei direkt gewählten Mitgliedern eines Ausschusses bestehen. Der Wirklichkeitstest bringt andere Ergebnisse. Vier Mitglieder des Ausschusses haben sich nach zweimaligen Anschreiben über den Kontaktbutton auf der Seite der Stadt Kleve leider bis heute nicht zurückgemeldet. Demokratie, denkt der Redakteur, sollte anders funktionieren. Mitte Januar tauchen auf der Seite des Ausschusses bei allen Mitglieder Kontaktbuttons auf. Wer ihnen schreiben möchte, gibt seinen Namen, seine Mailadresse und die entsprechende Nachricht ein und muss schließlich zum Beweis der Tatsache, der er ein Mensch ist, eine Rechenaufgabe lösen.

Anfang Januar schreibe ich an diejenigen Mitglieder des Ausschusses, die ich bisher nicht erreichen konnte. Ich löse kleine Rerchenaufgaben wie 6 plus 7, um von der städtischen Website als Mensch eingestuft zu werden. Ich gebe ein Stichwort zum Thema ein – ebenso meine Telefonnummer und Mailadresse. Meine Mails werden verschickt und vom System verschluckt – ich erhalte keine „Quittung“. Dann passiert ... nichts. Es fehlen zu diesem Zeitpunkt noch fünf Porträts. Von den Angeschriebenen erhalte ich keine Antwort. Kann passieren. Also: Zweiter Versuch. Am 31. Januar (längst sind die ersten Porträts erschienen) eine zweite Mail an die „Kandidaten“. Eine Woche später habe ich keine einzige Antwort. Auch zwei Wochen später: Funkstille. Kein Anschluss unter dieser Nummer? Komisch ist das schon. Kann es denn sein, dass bei der Übermittlung meiner Nachrichten etwas nicht stimmt? Oder ist es möglich, dass Menschen, die sich in ein Amt haben wählen lassen, schlicht und ergreifend auf Zuschriften nicht reagieren? Kann ja sein, dass da jemand ist, der oder die sich denkt: Kein Interesse. Das allein wäre eigentlich schon schlimm genug. Man würde doch immerhin eine Antwort erwarten – etwas wie: „Ich habe Ihre Mail erhalten, habe aber keinerlei Interesse, Teil Ihrer Serie zu werden.“ Sechs Porträts sind erschienen und leider endet die Serie hier.

Im Januar kamen die Mitglieder des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Kleve, darunter auch die zehn direkt gewählten Mitglieder, im Rathaus zusammen. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

Prospekte
weitere Artikel