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Der Zusammenschluss von MuKIE und ABE wurde auf der Mitgliederversammlung im Pfarrheim Vrasselt beschlossen. Foto: Oliver Kretschmann-Tück
28. Februar 2024 Von NN-Online · Emmerich

Generationswechsel bei MuKIE

Zusammenschluss der Initiative mit dem Team von Am Brink Events (ABE) führt zu neuem Vorstand

EMMERICH. Bei der Musik- und Kulturintiative Emmmerich (MuKIE) hat sich in den vergangenen Monaten eine sehr erfreuliche Entwicklung ereignet: Nachdem es zuletzt mangels Nachwuchses und fehlender Vereinsräume ruhiger um den Verein geworden war, ergab sich Ende September ein Treffen zwischen Marcel Janßen, Am Brink Events (ABE), und Oliver Kretschmann-Tück (MuKIE), in dem der Zusammenschluss beider Gruppen unter dem Dach des bestehenden Vereins besprochen wurde. Nach einigen Sondierungsgesprächen wurde das Vorhaben in einer Mitgliederversammlung im Vrasselter Pfarrheim offiziell besiegelt und markiert ein neues Vereinskapitel.

Mit Marcel Janßen wurde ein erfahrener und gut vernetzter neuer MuKIE-Vorsitzender gefunden. Neuer Kassenwart ist Henry Smeenk. Den 2. Vorsitz übernimmt Oliver Kretschmann-Tück vom alten Team für die Übergangszeit und Neuausrichtung. Durch viele Beitritten hat sich die MuKIE binnen kürzester Zeit von den Mitgliedern her mehr als verdoppelt: von 31 auf 77 Personen, mit viel Know-how und Erfahrung im Bereich der Live-Musik.

Am Brink Events wurde 2019 von Mitarbeitern und Praktikanten des Jugendcafés am Brink als Projekt ins Leben gerufen, um ein musikkulturelles Angebot zu schaffen und auszubauen, bei dem die eigenen Musikschüler unmittelbar einen Weg auf die Bühne und in die lokale Szene finden. Die ersten, noch kleinen Formate wie „Rock am Brink“ und das „Coverstival“ im ehemaligen Jugendcafé am Brink waren der Starschuss. Mit dem neue Veranstaltername traf man den Nerv eines Publikums, dessen Nachfrage nach Ausgehmöglichkeiten seit Jahren Dauerthema ist. Bald wurden größere Veranstaltungen möglich, bis hin zu Open-Air-Events im Rheinpark mit mehr als 600 Besuchern.

„Talent- und Jugendförderung ist dabei immer ein wichtiger Bestandteil. Es ging aber nie darum, Konzerte ausschließlich nur für Jugendliche zu machen, sondern eben diese Zielgruppe mitzunehmen und zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren“, sagt Janßen, der seine ersten Erfahrungen in Sachen Veranstaltungen ebenfalls im „JuCa“ sammelte. Tobias Portugall (17) sagt: „Ich habe mich schon immer für Technik interessiert und durfte als DJ bei den Schülerdiscos im JuCa erste Technik-Luft schnuppern. Mittlerweile kann ich ganze Lichtsysteme installieren und fahre sogar mit Bands auf Tour. Das würde ich ohne ABE jetzt wahrscheinlich nicht.“

Im vergangenen Jahr wuchs der Wunsch, einen eigenen Verein zu gründen, immer mehr. „Wir mussten merken, dass dieses kleine Projekt plötzlich sehr groß geworden ist. Zuletzt ließ sich die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung nur noch schwer mit den eigenen Vorstellungen vereinen, was teilweise auch sehr verständlich ist. Auf eigenen Beinen stehen, das schien die logische Konsequenz. Wir bleiben aber bei den Wurzeln und halten Kontakt zum JuCa, denn auch künftig sollen Musikinteressierte einen leichten Weg in unser Musikernetzwerk finden und Live auftreten können“, sagt Janßen.

Passenderweise ereignete sich der Zusammenschluss mit dem ABE-Team 35 Jahre nach Vereinsgründung: am 4. September 1988 wurde die MuKIE gegründet und am 12. Oktober 1988 die noch stets geltende Satzung unterzeichnet. Vor diesem Hintergrund wurden auch private Sammlungen sowie das Stadtarchiv durchforstet und Kontakte zu alten Mitgliedern gelegt, um die Vereinsgeschichte umfangreicher zusammenzutragen und präsentieren zu können.

David Krings, Vorsitzender von 1996 bis 1998, kam auf Einladung zur Jahreshauptversammlung und gab einen Einblick in die Zeit in der ehemaligen Schokoladenfabrik Lohmann (heute PAN), wo es mit dem Café Hades und einem teils monatlichen Konzert hoch her ging. Die Generation rundum Oliver Kretschmann-Tück und Alexander Pooth, zuletzt 2. Vorsitzender, kam zu Beginn der 2000er Jahre in die MuKIE. Damals hatte man die Vereinsräume auf der Wollenweberstraße 21, das alte Jugendcafé am Brink und die Pinte. Ab 2014 fiel dann eins nach dem anderen weg. In den Folgejahren wurden neue Veranstaltungsorte bespielt, wie der Strandabschnitt am westlichen Ende der Rheinpromenade, das „Haus im Park“ samt umliegender Rheinparkwiesen und zuletzt die neue Kulturscheune beim Schlösschen Borghees.

Am 16. März präsentiert sich die neue MuKIE erstmals im Rahmen von „Emmerich Live!“ als Mitveranstalter: Man hilft bei den Einlasskontrollen der Lokale und organisiert das Abschlusskonzert im PAN. Auf der Suche nach Veranstaltungsorten hat man bereits erste vielversprechende Kontakte geknüpft: So steht man im Austausch mit dem Förderverein Schlösschen Borghees für die Kulturscheune, wo ein erstes Konzert am 17. Mai anlässlich der CD-Veröffentlichung von „Don’t Forget the Joker“, dem Eltener Alternative-Hard-Rock-Trio, ansteht. Und mit dem Kunstverein Emmerich, bei dem sich aktuell ebenfalls eine neue Entwicklung abzeichnet, wie Kretschmann weiß, hat man die Mitnutzung des „Haus im Park“ für die Sommermonate Juni, Juli und August vereinbart.

Weitere Informationen und Kontakt auf Facebook und Instagram: @ambrinkevents/@mukie.emmerich.

Der Zusammenschluss von MuKIE und ABE wurde auf der Mitgliederversammlung im Pfarrheim Vrasselt beschlossen. Foto: Oliver Kretschmann-Tück

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