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"Geflügelhalter und Tierärzte beim Treffen zur Geflügelpest-Ausbruchsdiskussion im Kreis Kleve, Winter 2025/26."
1. Juni 2026 Von NN-Online · Niederrhein

Geflügelpest: Kreis Kleve zieht Bilanz und setzt auf Prävention

Guter persönlicher Austausch mit zahlreichen Geflügelhaltern, Tierärzten und weiteren Beteiligten

KREIS KLEVE. Der vergangene Winter 2025/26 hat im Kreis Kleve durch zahlreiche Ausbrüche der Geflügelpest („Aviären Influenza“) tiefe Spuren hinterlassen. Das immense Ausbruchsgeschehen hat Halter, Tierärzte und Behörden vor große Herausforderungen gestellt. Nachdem sich das Seuchengeschehen im Frühjahr beruhigt hatte, kamen zahlreiche Geflügelhalter, Tierärzte und andere Beteiligte auf Einladung der „Veterinär-Abteilung“ des Kreises Kleve zu einer Informationsveranstaltung in Uedem zusammen. Dabei wurden das aktive Seuchengeschehen sowie die Lage aus den verschiedenen Sichtwinkeln der beteiligten Berufsgruppen beleuchtet, um für die Zukunft besser gewappnet zu sein.

„Es war wichtig, nicht nur die Fakten zu analysieren, sondern im persönlichen Austausch auch die emotionalen und praktischen Auswirkungen auf die Betroffenen zu verstehen“, betont Diana Nienhaus, Leiterin der Kreis-Veterinärbehörde. Die Veranstaltung bot Raum für einen offenen Austausch: Von der Früherkennung über die Bekämpfungsmaßnahmen bis hin zu den wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe. „Besonders eindrücklich war der Bericht eines Putenhalters, dessen Bestand von der Seuche betroffen war. Seine Schilderungen der dramatischen Ereignisse bis zur Keulung der Tiere ließen die Anwesenden sichtlich betroffen zurück.“

Die Veranstaltung zeigte Wege auf, wie künftige Ausbrüche eingedämmt oder gar verhindert werden können. „Gute Biosicherheitsmaßnahmen sind das ‚A und O‘“, unterstrich Dr. Susanne Diekmann, amtliche Tierärztin beim Kreis Kleve. Dazu zählen unter anderem strikte Hygienevorschriften, die Trennung von Beständen und die Sensibilisierung für Frühwarnzeichen. „Ob der kommende Winter weniger dramatisch verlaufen wird, bleibt abzuwarten. Die Aviäre Influenza ist eine hochdynamische Seuche, deren Verlauf von vielen Faktoren abhängt, etwa dem Zugverhalten wildlebender Vögel oder den globalen Infektionsgeschehen. Doch eines ist klar: Durch konsequente Vorsorge und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten können wir das Geflügelpestrisiko minimieren“, so Diana Nienhaus Fazit nach dem Austausch. Für Geflügelhalter im Kreis gilt mehr denn je: Wachsam bleiben, Hygieneregeln einhalten und im Zweifel schnell handeln.

Zahlreiche Geflügelhalter, Tierärzte und weitere Beteiligte folgten der Einladung des Kreises Kleve zum persönlichen Austausch über die zahlreichen Ausbrüche der Geflügelpest im Winter 2025/26. Foto: Kreis Kleve

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