Fußgänger und Radfahrer müssen warten
Tempo 30 an den Querungshilfen auf Hafenstraße und Wiesenstraße
KLEVE. Wer in den vergangenen Tagen auf der Hafenstraße oder der Wiesenstraße in Kleve unterwegs war, wird die neue Beschilderung schon entdeckt haben: Im Bereich der beiden Querungshilfen unweit der Kreisverkehre gilt nun Tempo 30. Die Maßnahme wurde durch die Stadt Kleve angeordnet und umgesetzt, um Gefahrensituationen an den Querungshilfen zu entschärfen. Unsicherheiten in Bezug auf die geltende Vorfahrtregelung, plötzlich auf die Fahrbahn tretender Fuß- und Radverkehr sowie abrupt bremsende Fahrzeuge führen dort immer wieder zu riskanten Situationen und einzelnen Unfällen.
Der Umsetzung der Maßnahme liegt eine umfassende Prüfung durch die Stadt Kleve unter Beteiligung der Kreispolizeibehörde Kleve zugrunde. Beauftragt durch den Rat der Stadt Kleve wurden verschiedene Alternativen zur Verbesserung der Verkehrssituation an der Hafenstraße und der Wiesenstraße betrachtet. Rechtliche Erwägungen und die gebotene Gewährleistung der Leichtigkeit des Verkehrs schränken die möglichen Optionen allerdings ein. So schied etwa die Idee, weitere Fußgängerüberwege („Zebrastreifen“) einzurichten, aufgrund der Nähe zu den bereits vorhandenen Zebrastreifen an den Kreisverkehren aus. Im Ergebnis hat die Stadt Kleve nun zwei Maßnahmen beschlossen und angeordnet. In einem ersten Schritt wurde im Bereich der Gefahrenstellen bereits eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h eingerichtet. In Kürze wird außerdem das Verkehrszeichen „Vorfahrt achten!“ (VZ 205) auf dem Boden an beiden Seiten vor den Verkehrsinseln sowie auf den Mittelinseln aufgebracht. Die Bodenmarkierungen sollen dem Fuß- und Radverkehr künftig die geltende Vorfahrtregelung verdeutlichen, denn nach wie vor gilt: An beiden Querungshilfen müssen Fußgänger und Radfahrer grundsätzlich auf den bevorrechtigten Straßenverkehr warten. „Mit den angeordneten Maßnahmen sorgt die Stadt Kleve dafür, dass vorhandene Gefahrenpotenziale an den Querungshilfen der Hafenstraße und der Wiesenstraße abgemildert werden“, beurteilt Kleves Bürgermeister Markus Dahmen die Neuerungen. Oberstes Gebot im Straßenverkehr, so der Bürgermeister, sei aber weiterhin die ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. Er appelliert: „Tragen Sie bitte mit umsichtigem und vorausschauendem Verhalten dazu bei, Gefährdungen im Straßenverkehr zu vermeiden – egal, ob Sie mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind.“