„Frische Ideen und kreative Ansätze“ fürs PAN Emmerich
Kooperation von Stiftung PAN Kunstforum und Hochschule Rhein-Waal
EMMERICH. Seit mehr als zehn Jahren kooperiert die Stiftung PAN Kunstforum mit der Fakultät für Kommunikation und Umwelt der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort. Nun hatte die Stiftung wieder ins Museum in Emmerich eingeladen. Gemeinsam wurde mit den Studierenden der Hochschule und Prof. Christian Stindl, im Beisein von Schülern der Gesamtschule und des Willibrord-Gymnasiums sowie weiteren Gästen die Ausstellung „Experimental Design – our Way to Typography“ eröffnet, die noch bis 26. April im PAN zu sehen ist.
„Die Studierenden und ihre Professoren begeistern uns immer wieder mit ihren frischen Ideen und kreativen Ansätzen“, sagte die Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung PAN, Irene Möllenbeck, bei der Ausstellungseröffnung.
Studierende hatten sich unter der Leitung von Prof. Christian Stindl mit der experimentellen Arbeitsweise des deutschen Grafik-Designers Wolfgang Weingart (1941-2021), der in Basel lehrte und sich besondere Verdienste bei der Weiterentwicklung der Typographie erworben hatte, auseinandergesetzt und Plakate entworfen. Diese Arbeiten präsentierten die Studierenden nun im PAN und diskutierten mit den Schülern in Kleingruppen über ihre Arbeitsweise, ihr Studium und das Studentenleben an der Hochschule. Auch Original Weingart-Plakate aus den Jahren 1982 bis 1984 sind Bestandteil der Ausstellung.
„Den Mut, sich offen auf neue Prozesse einzulassen, bei denen man das Ende noch nicht kennt, haben wir bei der Stiftung PAN Kunstforum vorgefunden,“ zeigte sich Stindl begeistert über die gute Zusammenarbeit beim Projekt. Eine Zusammenarbeit dieser Art, immer auf Augenhöhe und bei der alle mitgehen, könne man sich nur wünschen.
Zur großen Freude aller überraschte Stindl das Museum mit einem besonderen Geschenk: einem von ihm entworfenen Plakat zur aktuellen Ausstellung, mit einer eigens entwickelten Schriftart, das im Siebdruck-Verfahren an der Hochschule gedruckt und hergestellt wurde.
Im Anschluss führte Simone Reinhart von der Stiftung PAN die Studierenden sowie und Schüler in getrennten Gruppen durch das Plakatarchiv des Museums und gab Einblicke in die Geschichte und die verschiedenen Schritte zur digitalen Archivierung der Plakatsammlung von Ursula und Ernst Müller. Mit großer Neugier und unter Aufsicht durften die Schubladen der Schränke geöffnet werden, in denen rund 45.000 Plakat Exponate lagern. Originalplakate von bekannten Plakatgestaltern zu betrachten, war für alle ein spannendes Erlebnis. Nach vielen neuen Informationen und Erfahrungen endete das gemeinsame Museumserlebnis.