Feiern ohne Grenzen: Sommerfest der Lebenshilfe begeistert
Gäste aus der Region tanzen und singen in Dornick zu Schlagern – Ehrenamt und Engagement verbinden Menschen
DORNICK. Wenn im Schützenzelt in Dornick die ersten Schlager erklingen und sich die Tanzfläche füllt, ist es wieder Zeit für eine ganz besondere Tradition: Seit mehr als 40 Jahren feiert die Lebenshilfe Unterer Niederrhein ein Sommerfest rund um die Nachfeier der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Dornick. Auch in diesem Jahr kamen zahlreiche Gäste aus Wesel, Xanten, Rees und Emmerich mit Bussen nach Dornick, um gemeinsam zu tanzen, zu singen und zu feiern.
Viele Angehörige der Lebenshilfe freuen sich schon lange im Voraus auf den Abend. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung im Zelt. Alte Klassiker, moderne Beats und vor allem Schlager sorgten für eine volle Tanzfläche und viele glückliche Gesichter. Für viele Gäste gehört die Feier in Dornick längst zu den Höhepunkten des Jahres – entsprechend schick sie sich für den Abend gemacht.
„Das Besondere hier ist die Herzlichkeit, die Freude und die Ungezwungenheit“, sagt Claudia van Haaren vom Offenen Treff „meine Freizeit“ in Emmerich. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen hatte der Offene Treff Snacks für den Abend vorbereitet. „Es ist wunderbar, hier gemeinsam mit den Schützen zu feiern. Ich würde mir wünschen, dass zu solchen Veranstaltungen auch noch mehr Menschen ohne Handicap kommen.“
Für die Getränkeversorgung sorgte die St.-Johannes-Schützenbruderschaft Dornick. Dass die Lebenshilfe hier seit Jahrzehnten willkommen ist, zeigt sich auch am großen Engagement des Vereins. „Schützenfeste sind für alle da. Wir freuen uns jedes Jahr auf die Lebenshilfe. Da packt der ganze Verein gerne mit an“, sagt Michael Börgers, Kassierer der Schützenbruderschaft.
Auch der Spielmannszug Dornick ließ es sich nicht nehmen, vorbeizuschauen. Wie in jedem Jahr hatten die Musikerinnen und Musiker ein Ständchen im Gepäck. „Uns liegt dieser Termin sehr am Herzen. Den Auftritt will sich keiner von uns entgehen lassen“, sagt Anna-Katharina Hartung. Besonders berühre die Mitglieder des Spielmannszugs die Freude und Dankbarkeit, die ihnen bei ihrem Besuch entgegengebracht werde.
Für Klara „Klärchen“ Stevens, die Veranstaltung mit ins Leben gerufen und über die Jahre mitorganisiert hat, ist die Entwicklung des Sommerfestes etwas ganz Besonderes. „Am Anfang haben wir hier mit Eltern von Kindern mit Handicap Kaffee getrunken. Ich war mit meiner Tochter dabei. Jetzt kommen viele der Kinder als Erwachsene wieder, um richtig zu feiern. Das berührt mich sehr.“
Und genau das war auch in diesem Jahr überall im Zelt zu spüren: Menschen, die sich seit Jahren kennen, neue Begegnungen, viel Musik und eine Tanzfläche, die kaum leer wurde.