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Gesucht: Streuner ist ein schwarzer Kater mit weißem Latz, weißen Pfoten und einem Fleck links unter der Nase. Foto: privat
11. Februar 2025 · Verena Schade · Kleve

Evas „Streuni“ wird vermisst

Eva Paczkowski hilft Tieren in Not: Jetzt braucht sie selber dringend Hilfe

KLEVE. „Tiere können einem so viel geben und lieben bedingunslos.“ So hat Eva Paczkowski 2018 begründet, weshalb sie das professionelle Fotoshooting, das sie gewonnen hatte, nutzen wollte, um zu helfen. Im Tierheim Leygrafenhof in Bedburg-Hau zeigte sie zusammen mit ihrer Freundin Sandra, dass ein „Traumhund“ weder reinrassig noch äußerlich „perfekt“ sein muss. „Ich bin immer da, wenn Hilfe benötigt wird“, setzt sie sich auch heute noch für Tiere ein. „Aber jetzt brauche ich selbst mal Hilfe“, sagt sie.

Es geht um ihren „Streuner“, den sie seit fast neun Jahren versorgt. „Im Mai 2017 war er plötzlich da, völlig abgemagert und mehr tot als lebendig“, erinnert sie sich an den Beginn einer langen Freundschaft. „Er ist sehr scheu, aber mittlerweile kastriert, gechipt und auf meinen Namen registriert“, erzählt Eva und macht sich große Sorgen. „Ich habe ihn jeden Tag gesehen und ihm auch dann noch jeden Tag Futter gebracht, als ich vor dreieinhalb Jahren von Kleve nach Bedburg-Hau gezogen bin.“ Jetzt ist ihr „Streuni“ allerdings seit über einem Monat nicht mehr aufgetaucht. Das, betont Eva, sei absolut untypisch. „2023 war er schwer verletzt und hat sich trotzdem zur Futterstelle geschleppt. Er ließ sich zwar nicht streicheln, aber er wusste genau, dass ich für ihn da bin.“ Als er plötzlich wegblieb, war für Eva klar: Da ist etwas passiert. „Ich habe in der Gegend Flyer verteilt und habe es auf allen Kanälen versucht“, sagt sie. Jetzt wisse sie nicht mehr weiter und hoffe, dass ein Zeitungsartikel Licht ins Dunkel bringen kann. „Es gibt ja auch Leute, die Facebook und Co. nicht nutzen und vielleicht auf diesem Weg davon erfahren und sich bei mir melden“, möchte sie einfach nur wissen, ob es dem Kater gut geht – und ob er noch lebt. „Selbst wenn ihn jemand tot aufgefunden hat, dann würde mir die Information helfen – diese Ungewissheit macht mich fertig!“ Eva glaubt nicht, dass er sich eine neue Familie gesucht hat. „Wenn es doch so wäre, würde ich mich aber freuen“, sagt sie und betont: „Ich würde niemals Ärger machen und gern noch Futter vorbeibringen für ihn.“ Viel wahrscheinlicher sei jedoch, dass er tot ist und deshalb nicht mehr auftaucht. „Vielleicht wurde er versehentlich eingesperrt oder er liegt irgendwo im Garten unter einem Busch“, rechnet sie mit dem Schlimmsten. Eva Paczkowski weiß, dass viele Menschen an ihren Tieren hängen. „Ich werde oft gerufen, weil ich ein Chiplesegerät und eine Lebendfalle habe“, sagt sie. Gerade an Silvester habe sie wieder öffentlich gepostet, rund um die Uhr erreichbar zu sein, um entlaufenen oder verletzten Tieren zu helfen. Nicht nur für Hunde oder Katzen rückt Eva aus – auch Wildgänse, Tauben oder Nutrias hat sie schon gerettet. „Bitte helft mir“, ist nun ihr Appell. Vermisst wird „Streuner“ seit dem 6. Januar. Aufgehalten hat er sich im oberen Bereich der Königsallee, in der Nähe von Kreisverkehr und Aussichtsturm. Wer etwas weiß, erreicht Eva unter Telefon 02821/ 8364190 oder 0176/ 31680776.

Gesucht: Streuner ist ein schwarzer Kater mit weißem Latz, weißen Pfoten und einem Fleck links unter der Nase. Foto: privat

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