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Die ersten Strömungskraftwerke des Typs „Energyfish“ schwimmen bereits im Rhein. Foto: Energyminer
5. Mai 2026 Von NN-Online · Rees

Energiewende am Rhein: CDU Rees will Strömungskraftwerke testen

Antrag im Stadtrat: Machbarkeitsstudie zur Nutzung erneuerbarer Energien in Fließgewässern gefordert

REES. Mit der Möglichkeit der erneuerbaren Energieerzeugung in Flüssen beschäftigt sich die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Rees. Dazu hat sie einen Antrag formuliert, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll zu prüfen, inwieweit die Nutzung erneuerbarer Energieerzeugung in Fließgewässern im Stadtgebiet Rees grundsätzlich möglich, rechtlich zulässig und wirtschaftlich sinnvoll ist. Dabei soll insbesondere der Einsatz von sogenannten Strömungskraftwerken betrachtet werden.

Im Rahmen der Prüfung sollen unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt werden: rechtliche und wasserrechtliche Rahmenbedingungen (unter anderem Genehmigungsfähigkeit, Zuständigkeiten, Umweltauflagen), mögliche Standorte im Stadtgebiet Rees (zum Beispiel Rhein oder Nebenarme), Auswirkungen auf Natur-, Umwelt- und Artenschutz, technische Voraussetzungen und Leistungsdaten, wirtschaftliche Betrachtung (Kosten, Erträge, Fördermöglichkeiten) sowie mögliche Betreibermodelle (zum Beispiel Stadtwerke, Beteiligungsmodelle, Kooperation mit Dritten).

Prüfung einschließlich Chancen- und Risikenbewertung

Die Ergebnisse der Prüfung, einschließlich einer Chancen- und Risikenbewertung sowie eines möglichen weiteren Vorgehens mit Zeitrahmen, sollen dem zuständigen Fachausschuss zur weiteren Beratung vorgelegt werden.

Zur Begründung teilt die CDU Rees mit: „Die Energiewende stellt Kommunen zunehmend vor die Aufgabe, neben klassischen erneuerbaren Energieformen wie Photovoltaik oder Windkraft auch neue und innovative Technologien in den Blick zu nehmen.“ Gerade für Städte mit direktem Zugang zu leistungsfähigen Fließgewässern biete die Nutzung der Wasserkraft zusätzliche Potenziale, „die bislang kaum ausgeschöpft werden“.

Mit innovativen Technologien wie schwimmenden Strömungskraftwerken stehen laut CDU inzwischen Systeme zur Verfügung, „die ohne Staubauwerke oder massive Eingriffe in die Gewässerstruktur auskommen und die kinetische Energie der Flussströmung zur Stromerzeugung nutzen“. Diese Technologie werde derzeit bereits in verschiedenen Pilotprojekten erprobt und „könnte perspektivisch eine sinnvolle Ergänzung im kommunalen Energiemix darstellen“.

Fundierte Entscheidungsgrundlage für Rees

Für die Stadt Rees mit ihrer Lage am Rhein stelle sich daher die Frage, „ob und unter welchen Voraussetzungen eine solche Form der Energieerzeugung technisch, ökologisch und wirtschaftlich realisierbar ist. Ziel dieses Prüfantrages ist es ausdrücklich nicht, bereits eine konkrete Umsetzung zu beschließen, sondern zunächst eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.“

Die CDU-Fraktion möchte damit frühzeitig prüfen lassen, ob Rees langfristig von innovativen, flussbasierten Energieerzeugungsformen profitieren kann, „ohne dabei Umwelt-, Natur- und Artenschutz zu vernachlässigen“. Nach Vorlage der Ergebnisse solle gemeinsam mit den anderen Fraktionen im Rat erörtert werden, „ob und welche weiteren Schritte für unsere Stadt sinnvoll und vertretbar erscheinen“.

„Mit diesem Antrag wollen wir einen sachlichen, technologieoffenen Beitrag zur kommunalen Energiewende leisten“, betont die Reeser CDU-Fraktion, „und gleichzeitig sicherstellen, dass mögliche Chancen für unsere Stadt rechtzeitig erkannt und bewertet werden.“

Die ersten Strömungskraftwerke des Typs „Energyfish“ schwimmen bereits im Rhein. Foto: Energyminer

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