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In knapp zwei Wochen feiert das neue Stück des Son‘Theaters Premiere. Noch wird fleißig geprobt (v.l.): Daniela Merkel, Hannelore Ehrlich, Jürgen Kluth, Dieter Kluth, Katrin Körber und Marion Kluth. NN-Foto: Theo Leie
27. März 2026 · Verena Schade · Sonsbeck

Endspurt fürs Son’Theater

Das neue Stück „Willkommen in Woche 5“ feiert am 10. April Premiere

SONSBECK. Ein Tisch, drei Stühle – und ganz viel Fantasie. Mehr braucht es nicht, wenn das Son’Theater probt, denn die Requisiten spielen noch eine Nebenrolle. Stattdessen geht es um Text, Timing, Ausdruck und die richtige Stimmlage. Mit Beginn der Osterferien startet im Kastell der Endspurt für das neue Stück „Willkommen in Woche 5“, das am 10. April Premiere feiert. Und das Interesse ist wie üblich groß: Der Kartenverkauf läuft bereits auf Hochtouren, die beiden Sonntagsvorstellungen sind nahezu ausverkauft.

Während Barbara (Hannelore Ehrlich) an ihrer Margarita nippt, die in Wahrheit nur eine Wasserflasche ist, und Christian (Dieter Kluth) mit einem unsichtbaren Umzugskarton hantiert, wachen gleich zwei aufmerksame Augenpaare über das Geschehen. Die beiden Souffleusen Daniela Merkel und Katrin Körber verfolgen das Manuskript genau und sind bereit, jederzeit einzuspringen. Doch viel zu tun haben sie an diesem Tag nicht. „Wir sind gut im Zeitplan“, zeigt sich Regisseur Dieter Kluth zufrieden. Besonders mit Blick auf das Probenwochenende, an dem noch einmal intensiv an dem Stück gefeilt wird. „Da geht es ums Feintuning – und darum, als Team noch enger zusammenzuwachsen.“ Merkel und Körber sind ganz neu in der Truppe. Die beiden sind seit vielen Jahren treue Gäste des Son’Theaters und haben sich nach einem entsprechenden Aufruf in den Sozialen Medien einfach mal „beworben“. Jetzt sind sie erstmal mit „Vorsagen“ beschäftigt, bald könnten sie aber schon selbst im Rampenlicht stehen. „Wer auf die Bühne möchte, bekommt auch seine Chance“, sagt Dieter Kluth, der nicht nur Darsteller und Regisseur, sondern auch 1. Vorsitzender des Vereins ist. Er weiß: Je mehr Darsteller zur Verfügung stehen, desto größer ist auch die Auswahl an Stücken. Zwar werde gemeinsam entschieden, was gespielt wird – die Rollenvergabe liege jedoch am Ende in der Hand der Regie. Ein hoher Anspruch an die Produktion und eine professionelle Struktur, die sich bewährt hat: Nicht ohne Grund wurde das Son’Theater in diesem jahr für den Amateurtheater-Preis NRW nominiert. Ins Rennen geht man mit dem Stück „Die Niere“ von Stefan Vögel – der Zusatz-Produktion aus dem Jubiläumsjahr. Für Regina Leurs, Marion Kluth, Christian Grune und Dieter Kluth geht es Mitte Juni also nach Hürth.

Priorität, so Kluth, habe aber erstmal das aktuelle Stück. „Willkommen in Woche 5“ ist die Geschichte einer Frau, die mit einem Beziehungsratgeber die Welt ein bisschen besser zu machen versucht und dabei über ihr eigenes Leben stolpert. „Eine klassische Komödie“, sagt Kluth, stellt aber auch fest, dass die modernen Stücke wenig mit dem „Schenkelklopfer“-Theater früherer Zeiten gemein haben. „Heute sind viele Stücke hintergründiger und nicht so derb“, sagt er, meint das aber nicht wertend. Jedes Genre haben seine Berechtigung – und seine Fans. Beim Son‘Theater bleibe es beim bewährten Konzept, „wir diskutieren aber im Vorstand häufig, ob wir ab und an auch ein zweites Stück mit anderem Schwerpunkt spielen möchten“, sagt Kluth und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Den jungen Liebhaber nimmt man mir irgendwann auch nicht mehr so ganz ab.“ Die Gelegenheit, um für Nachwuchs zu werben: „Besonders gesucht sind junge Männer zwischen 20 und 50“, sagt Kluth, der selbst 64 Jahre alt ist und schon seit vielen Jahren leidenschaftlich Theater spielt. Gemeinsam mit Gattin Marion war er vor dem Son’Theater bei Theater MaX in Marienbaum. Hannelore Ehrlich sammelte ihre Erfahrungen beim Kevelaerer Theaterverein. Überreden musste man nur Jürgen Kluth – das hat sein Bruder Dieter vor sieben Jahren übernommen. Beim Auftritt hat’s gefunkt und seitdem steht der zu seinem Glück gezwungene Jürgen regelmäßig auf der Bühne – in „Willkommen in Woche 5“ wird das Quintett komplett mit Marion Kluth und Christian Grune. „Da wird einiges los sein, auch hinter den Kulissen“, weiß Regisseur Dieter Kluth, denn die Beziehungs-Komödie aus der Feder von Stephan Eckel ist actionreich und fordert auch den anderen Aktiven von Requisite bis Maske einiges ab.

Die Premiere ist am Freitag, 10. April, um 20 Uhr. Die weiteren Vorstellungen sind am 11., 17., 24. und 25. April jeweils um 20 Uhr sowie am 12. und am 19. April um 18 Uhr. Der Ticketpreis liegt wie in all den Jahren zuvor bei 15 Euro. Eintrittskarten gibt es im Internet unter www.sontheater.de/tickets und analog bei Kindermoden Pumuckel an der Wallstraße.

In knapp zwei Wochen feiert das neue Stück des Son‘Theaters Premiere. Noch wird fleißig geprobt (v.l.): Daniela Merkel, Hannelore Ehrlich, Jürgen Kluth, Dieter Kluth, Katrin Körber und Marion Kluth. NN-Foto: Theo Leie

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